Gumma

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Lawinenverbau auf der Gumma

Der Gumma ist ein 2 316 m ü. A. hoher Berg im Salzburger Teil der Schladminger Tauern im Norden des Lungaus.

Kuriosum

An den Hängen dieses Berges befindet sich eine interessante Lawinenverbauung, wohl die kurioseste im Land Salzburg. Die 41 geschickt geformten Kegel, die an prähistorische Steingebilde erinnern, sollen am Gumma bei Lessach verhindern, dass die sogenannte Bacherlawine zu Tal donnert.

Von den 41 Kegeln sind 19 aus Stein formiert und mit Material hinterfüllt. Begonnen hatte man 1954 mit der Errichtung dieser Kegel in dieser Technik. Diese entspricht zwar nicht mehr dem technischen Stand des Lawinenschutzes von heute, trotzdem wurden sie 2011 saniert. Dies auch auf besonderen Wunsch der Gemeinde Lessach, wo man diese Kegel als regionales Kulturgut bezeichnet.

Lawinen

Vom an der Grenze zwischen Lessach und Göriach stehenden Berg gingen immer wieder Lawinen ab. So verschüttet etwa eine Lawine 1935 das Blasbachergut und das Wohnhaus Göschl. 1947 wurde die Sagmeister-Mühle von einer riesigen Nassschneelawine verschüttet und 1954 das Blasbachergut neuerlich von der Bacherlawine fast zerstört.

Sanierung des Lawinenkegelschutzes

Seit 2009 wurde an der Sanierung der 41 Kegel gearbeitet und wurden insgesamt 250.000 Euro investiert. Ein Drittel der Kosten wurde von der Gemeinde Lessach getragen. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Wildbach- und Lawinenverbauung: Steinverkleidungen wurde ausgebessert, das Innere der Kegel mit Mörtelinjektionen gehärtet und Stützfundamente mit Stahlbetonunterfangungen saniert.

Quellen