Hardy Nilsson

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Hardy Nilsson im September 2010

Hardy Nilsson (* 23. Juni 1947 in Skellefteå, Schweden) ist ein ehemaliger Trainer und der erste Meistermacher des EC Red Bull Salzburg.

Nilsson und Salzburg

Hardy Nilsson ist der vermutlich erfolgreichste Eishockey-Klubtrainer Europas: In den ersten 14 Jahren als Klubtrainer erreichte er zehn Mal die Finalserie und wurde dabei drei Mal Meister mit Köln, je ein Mal mit der Düsseldorfer EG und München und zwei Mal mit Djurgarden Stockholm. Zudem war er Nationaltrainer der Schweiz und von 2000 bis 2004 von Schweden. In seiner Amtszeit war Schweden nie schlechter als auf Rang drei bei Weltmeisterschaften klassiert.

Am 21. März 2005 präsentierte sich das komplett neue Trainerteam des EC Red Bull Salzburg: Chefcoach Hardy Nilsson bekam als Kotrainer seinen Wunschkandidaten Martin Karlsson. Beide kennen einander nicht nur aus aktiven Zeiten, sondern arbeiteten auch beim Titelgewinn 1996 mit Düsseldorf zusammen an der Bande. Karlsson ist zudem mit der Schwester seines neuen Chefs verheiratet. Als Konditionstrainer fungierte mit dem Salzburger Martin Hager ebenfalls ein bekanntes Gesicht: Hager war über Jahre hinweg Konditionstrainer der ÖSV-Abfahrer rund um Fritz Strobl, Hannes Trinkl und Co.

Im ersten Jahr unter Nilsson entwickelten die Salzburger zwei Gesichter: die Heimstärke ließ das Team erst im Jänner erstmals in einem Heimspiel ohne Punkte dastehen, aber auswärts wurden viele Punkte leichtfertig verschenkt. Trotzdem reichte es zum Gewinn des Grunddurchgangs. Mit einem 4:0 Halbfinalerfolg erreichten die Red Bulls erstmals das Finale der EBEL, unterlagen hier dem Villacher SV in sechs Spielen. Nilsson hatte den Traum vom Titelgewinn beinahe im ersten Jahr erfüllt. Was er nicht ahnen konnte. Sein Finaleinzug bedeutete den Beginn einer Serie, die über seinen Abgang hinaus sechs Jahre anhalten sollte: die Bulls kamen zwischen 2006 und 2011 immer ins Finale.

Das zweite Jahr Hardy Nilssons in Salzburg war wieder gekennzeichnet vom Sieg im Grunddurchgang und dem sicheren Einzug ins EBEL-Finale gegen Villach. Doch 2007 holte der Schwede erstmals den Meistertitel nach Salzburg, der VSV wurde mit 4:1 Siegen in die Schranken gewiesen. Mit dem 4:2 im 5. Finale im Volksgarten endete aber Nilssons Trainertätigkeit in Salzburg. Ihm folgte im Mai 2007 Pierre Pagé als Trainer nach. Nilsson sollte fortan als Koordinator für die weitere Entwicklung des internationalen Eishockey-Engagements von Red Bull verantwortlich sein, legte diesen Posten aber Ende August 2007 zurück und kehrte danach als Trainer zu Djurgårdens IF nach Schweden zurück.

Bilanz in Salzburg

  • 2006: Sieger Grunddurchgang, Finalniederlage (gegen VSV)
  • 2007: Sieger Grunddurchgang, Meister (gegen VSV)

Quelle