Landwirtschaftskammerwahl

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Landwirtschaftskammerwahl ist die Wahl der Mitglieder der Vollversammlung der Kammer für Land- und Forstwirtschaft im Bundesland Salzburg.

Allgemeines

Bei der Landwirtschaftskammerwahl werden alle fünf Jahre die 28 Sitze der Vollversammlung gewählt. Die nächsten Wahlen stehen am 21. Februar 2010 an, vier Fraktionen bewerben sich um den Einzug ins Bauernparlament: der Salzburger Bauernbund (ÖVP) mit seinem Spitzenkandidaten Franz Eßl, die Freiheitliche Bauernschaft (FPÖ) unter Alois Nußbaumer, der Unabhängige Bauernverband Salzburg mit Georg Eßl und die SPÖ-Bauern mit Spitzenkandidat Robert Zehentner. Diese vier Gruppierungen sind auch seit 2005 in der Landwirtschaftskammer vertreten.

Wahlberechtigt sind 2010 32.788 Personen, unter ihnen auch juristische Personen wie Agrargemeinschaften, Milchliefergenossenschaften, aber auch Ein- und Verkaufsgenossenschaften. Darunter zahlreiche Lagerhäuser, die Bundesforste oder die Kirche als Eigentümer von landwirtschaftlichem Grund und Betrieben.

Neben der Vollversammlung werden bei der Landwirtschaftskammerwahl auch die fünf Bezirksbauernkammern gewählt.

Landwirtschaftskammerwahl 2010

Der Salzburger Bauernbund (ÖVP) verlor bei der Landwirtschaftskammerwahl 2010 stärker als erwartet. Gleichzeitig konnte der Unabhängige Bauernverband, hinter dem unter anderem namhafte Vertreter der IG Milch stehen, stark zulegen. Vor allem im Flachgau gelang es den Unabhängigen, tief in schwarzen Revieren zu wildern. Sie sind künftig im "Bauernparlament" mit sechs Mandaten vertreten. Der Bauernbund verlor vier seiner 24 Sitze.

Enttäuschend endete die Wahl auch für die SPÖ-Bauern. Sie scheiterten an ihrem Ziel, ein zweites Mandat zu erobern. Noch schlechter erging es den FPÖ-Bauern, die mit ihrem provokanten Wahlslogan "reinrassig und echt" für Aufregung gesorgt hatten. Sie verloren eines ihrer zwei Mandate.

Der Bauernbund erhielt 68,1 Prozent (minus 9,9 Prozent gegenüber 2005). Der Bauernverband legte hingegen von 6,5 auf 21,1 Prozent zu. Die SPÖ-Bauern verloren leicht – von 5,7 auf 5,5 Prozent. Die Freiheitlichen mussten eine herbe Schlappe hinnehmen. Sie rutschten von 8,0 auf 5,4 Prozent zurück.

Die Wahlbeteiligung kletterte von 51,0 auf 55,9 Prozent – wohl auch wegen der harten Auseinandersetzungen vor der Wahl.

Ergebnisse

2010

Wahltermin: 21. Februar

Partei Stimmen Prozent Mandate
Salzburger Bauernbund 68,1 20
Unabhängiger Bauernverband Salzburg 21,1 6
SPÖ-Bauern 5,5 1
Freiheitliche Bauernschaft 5,4 1
2005

Wahltermin: 13. Februar

Partei Stimmen Prozent Mandate
Salzburger Bauernbund 24
Freiheitliche Bauernschaft 2
Unabhängiger Bauernverband Salzburg 1
SPÖ-Bauern 1

Quellen

  • Salzburger Nachrichten
  • Landwirtschaftskammer [1]