Mahnmal zur Bücherverbrennung 1938

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Das „Buchskelett“ - schwarz auf weiß
Karte
Das Mahnmal zur Bücherverbrennung 1938 am Residenzplatz

Das Mahnmal zur Bücherverbrennung 1938 am Residenzplatz in der Stadt Salzburg erinnert an die Salzburger Bücherverbrennung am 30. April 1938

Beschreibung

Rund 1 200 Bücher von politisch verfemten Autoren wurden damals von Nationalsozialisten nur wenige Wochen nach dem „Anschluss“ auf einem Scheiterhaufen nördlich des Residenzbrunnens öffentlich verbrannt. Die Salzburger Bücherverbrennung wurde zwar nach dem Vorbild der deutschen Bücherverbrennungen im Jahr 1933 organisiert, unterschied sich von diesen jedoch organisatorisch und inhaltlich. Die Salzburger Bücherverbrennung war keine offizielle Aktion der „Gauhauptstadt Salzburg“, sondern wurde vom Nationalsozialistischen Lehrerbund unter der Führung von Karl Springenschmid organisiert und von Mitgliedern der HJ und BdM unterstützt.

Daran erinnert seit 2. Mai 2018 die Skulptur „Buchskelett“ des Künstlerpaares Fatemeh Naderi und Florian Ziller.

„Schwarz auf weiß illustriert im Raum liegt das schwarze Buchskelett auf hellem Hintergrund – wie Bild und Text auf Papier. Das übrig gebliebene Buchskelett symbolisiert die Erinnerung daran.“, beschreiben die beiden Künstler das von ihnen geschaffene Mahnmal. Das breite Passepartout aus dunkelgrauem Beton und der weich verlaufende helle Hintergrund erzeugen einen starken Kontrast zum markanten schwarzen Buchskelett. Die Glasabdeckung ermöglicht Einsicht und Auseinandersetzung vor Ort zu jeder Zeit.

Quelle