Maria Lindenthaler

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Maria Lindenthaler, geborene Neureiter (* 17. Dezember 1940 in St. Koloman; † 21. Oktober 2008 ebenda) war eine Bäuerin und Mundartdichterin.

Leben

Maria Lindenthaler wurde am Krautegghof im St. Kolomaner Ortsteil Oberlangenberg, am Eingang zur Weitenau, geboren, wo sie eine schöne Kindheit verbrachte. Ihr Lehrer August Rettenbacher unterstützte sie stets im Schreiben. Bereits mit 18 Jahren heiratete sie und wurde Bäuerin am Oberschornhof und Mutter von sechs Kindern.

Nach der Hofübergabe an den ältesten Sohn folgten den 32 Jahren als Bäuerin noch zehn Jahre im Salzbergwerk Dürrnberg sowie etliche Aushilfen am Langwieshof in Vigaun.

Die Zeit der Pension nützte sie zur Intensivierung ihrer Passion, dem Schreiben, und fand Unterstützung bei der Frau ihres ehemaligen Lehrers, Barbara Rettenbacher.

Maria Lindenthaler war ebenso im öffentlichen Leben präsent wie ihre Brüder, der Hoferbe Richard und Peter.

Das für sie schöne Leben fand im Herbst 2008 durch einen Gehirntumor ein jähes Ende, die Fertigstellung ihres letzten Werkes konnte sich nicht mehr erleben.

Leistungen

Trotz harter Arbeit fand sie Muße, die Sprache der Heimat für ihr Schreiben zu nutzen und verfasste zahlreiche Gedichte, Geschichten und Beiträge. Sie schuf damit in Taugler Mundart unvergängliche Zeugnisse der Volkskultur.

Sie war Ausschussmitglied des Arbeitskreises "Regionale Sprache und Literatur" des Salzburger Bildungswerkes und Mitarbeiterin im "August Rettenbacher Archiv" in St. Koloman.

Werke

  • Gscheckats Lebm., Rupertus Verlag 2003, ISBN 3-902317-02-7.
  • Am Anfang war die Liebe .... Kulturverlag Polzer, Salzburg 2008, ISBN 978-3-902658-04-3.
  • Mitarbeit an Chronik St. Koloman. Gemeinde St. Koloman, St. Koloman 2007.
  • Mitarbeit an vier Bänden von Ba ins in da Taugl

Quellen