Matsperger

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Die Matsperger (auch Matschperger) waren eine Salzburger Bürgerfamilie im Spätmittelalter und stellten auch Bürgermeister der Stadt.

Allgemeines

Die Matsperger stammten wahrscheinlich vom Gut Matsperg im Pfleggericht Altentann. Im 15. Jahrhundert kauften sie sich in der Stadt Salzburg ein.

  • Erasmus Matsperger der Ältere: Stadtrat
  • Erasmus der Jüngere: einer der angesehensten Kaufleute in Venedig
  • Hans Matsperger: war einer der erbittertsten Gegner Leonhard von Keutschachs in dessen Auseinandersetzung mit der Stadt; Bürgermeister 1508, 1509, 1511; nach dem Gewaltstreich des Fürsterzbischofs wurde er von allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen
  • Johann Matsperger: erscheint als einer der ersten Kaufleute, die nach dem Brand und dem Neubau der Fondaco dei Tedeschi in Venedig 1508 Gewölbe mieteten

Die Matsperger besaßen Häuser an der Linzer Gasse, Judengasse, Getreidegasse, am Rathausplatz, an der Nonntaler Hauptstraße und an der Steingasse. Vor allem dürften die Häuser an der Judengasse als Gewölbe und Speicher für ihre Waren gedient haben. Wie andere Familien waren die Matsperger am Bergbau in Gastein beteiligt.

Quelle

  • Dopsch, Heinz: IX/3 Die wirtschaftliche Entwicklung, in Dopsch, Heinz; Spatzenegger, Hans (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band I/2, S. 826-827, Salzburg 1980