Rauchschwalbe

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Rauchschwalbe mit Nistmaterial
Rauchschwalbe beim Nestbau
Eigentlich schon flügge Rauchschwalben-Nestlinge in einem Pferdestall in Kaprun, die sich noch gerne füttern lassen.

Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) ist eine von mehreren Schwalbenarten, die im Bundesland Salzburg brüten.

Beschreibung

Die Rauchschwalbe ist von ihrem Aussehen her die „klassische“ Schwalbe. Sie ist den meisten Menschen durch ihren speziellen Nestbau und durch die langen spitzen Flügel mit dem tief gegabelten Schwanz bekannt.

Ihr Gefieder glänzt an der Oberseite blauschwarz. Die Unterseite ist weiß, bzw. leicht beige gefärbt. Das Brustband ist blauschwarz, Kinn, Kehle und Stirn sind dunkel blutrot. Ihr Flug ist schnell und kraftvoll und führt die Rauchschwalbe oft tief über den Boden oder über eine Wasserfläche, wo man sie beim „Fliegend-Trinken“ beobachten kann. Sie baut ihre Nester unter Dach, d. h. innerhalb von Gebäuden, sehr gerne in Viehställen, sofern diese dauerhaft offene Einflugmöglichkeiten bieten. Wasserflächen und Viehweiden bieten das als Nahrung benötigte Insektenangebot. Orts- und Stadtzentren werden von der Rauchschwalbe gemieden.

Stimme

Die Rauchschwalbe ist als stimmfreudig bekannt. Im Flug gibt sie häufig schneidende „witt“-Rufe von sich, die oft doppelt oder in einer Reihe zu hören sind. Männchen und Weibchen eines Rauchschwalbenpaares pflegen sich gegenseitig das Gefieder und geben dabei zärtlich plaudernde oder zwitschernde Laute von sich. Das Erscheinen einer Katze wird mit einem Warnruf, der sich wie ein scharfes „siflitt“ anhört, kommentiert, während beim Auftauchen eines Greifvogels ein warnendes „flitt-flitt“ zu hören ist.

Die Rauchschwalbe im Bundesland Salzburg

Die Rauchschwalbe ist ein Zugvogel, der in Afrika überwintert und meist Anfang April im Bundesland Salzburg eintrifft, um es im September wieder Richtung Süden zu verlassen. Zu den einheimischen Singvögeln und Brutvögeln zählend, besiedelt sie das ganze Bundesland, vor allem die Tallagen, soferne geeignete Brutplätze vorhanden sind. Durch das Abkommen traditioneller Landwirtschaften (Misthaufen, Pfützen, Weiden, schlammige, unversiegelte Flächen) und damit verbundene Bewirtschaftungsintensivierungen verändert sich ihr Lebensraum negativ.

Geeignete Schutzmaßnahmen sind u.a. das Belassen oder die Neuanlage lehmiger Pfützen. Man schätzt die gegenwärtige Population im Bundesland Salzburg auf 1 001 bis zu 10 000 Brutpaare und gilt daher die Rauchschwalbe zur Zeit als nicht gefährdet.

Ringmeldung

Es macht Sinn, beim Beobachten von Vögeln oder bei der Auffindung von toten Vögeln auch einen Blick auf eine eventuelle Beringung zu werfen. Ringfunde können jederzeit nach Radolfzell[1] gemeldet werden und sind ein aktiver Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung und zum Schutz der Vögel Europas. Wer einen Ringfund meldet, erhält nachfolgend einen Lebenslauf des betreffenden Vogels, was sehr interessant sein kann.


Quellen

Einzelnachweis