Rhönrad

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Rhönradtraining in der UNION-Sporthalle Salzburg Mitte
Rhönradtraining in der UNION-Sporthalle Salzburg Mitte
Rhönradtraining in der UNION-Sporthalle Salzburg Mitte

Das Rhönrad ist ein Turn- und Sportgerät, mit dem auch in Salzburg trainiert wird.

Beschreibung

Das Rhönrad besteht aus zwei Reifen, die mittels sechs Sprossen verbunden sind. Die Sprossen unterteilen sich in zwei einfache Stangen, zwei Griffsprossen und zwei Brettsprossen. An den Brettsprossen können Lederschlaufen – sogenannte Bindungen - befestigt werden, in denen sich Turner oder Turnerin mit den Füßen festklemmen kann. Je nach Größe des Turners variiert auch die Größe des Rades. Dies ermöglicht dem Benutzer fast gestreckt auf den Brettern zu stehen und sich dabei an den Griffen zu halten. Rhönräder existieren in Größen zwischen 130 und 245 cm Durchmesser und wiegen zwischen 40 und 60 kg. Die Räder können unterschiedlich dick und verschieden gefärbt sein.

Herkunft

Das Rhönrad wurde im Jahr 1925 erfunden und in Schönau a. d. Brend in der bayrischen Rhön als „Reifen- Turn- und Sportgerät“ patentiert. Bei den Olympischen Spielen 1936 wurde das Rhönrad erstmals vorgeführt, jedoch nicht als olympische Disziplin. Das Rhönrad-Turnen ist mittlerweile in mehreren Ländern verbreitet, der Schwerpunkt dieser Turn- und Sportart liegt jedoch weiterhin in Deutschland.

Disziplinen

Es gibt drei Einzeldisziplinen und zwar das Geradeturnen, das Spiralturnen und der Sprung. Beim Geradeturnen rollt das Rad auf beiden Reifen, beim Spiralturnen bewegt sich das Rad auf einem Reifen, der Sprung wird in unterschiedlichen Sprungpositionen vom Rad aus auf einen Mattenberg ausgeführt.

Neben den Einzeldisziplinen gibt es auch für Paare Disziplinen wie Partnerturnen, Synchronturnen und Partnerspirale. Bei Wettkämpfen zählen Ausführung, Schwierigkeitsgrad und das Vorhandensein von sog. obligatorischen Elementen (Aufbau).

Internationale Meisterschaften

Die erste Rhönradweltmeisterschaft wurde 1995 in Den Helder (Niederlande) ausgetragen und findet seither alle zwei Jahre statt.

Rhönradturnen in Salzburg

1925 kam es zur Patentierung des Rhönrades durch seinen Erfinder Otto Feick, erste Rhönradturniere in Deutschland folgten. In Salzburg kam Johann Pichler, (TGUS, damals Sektion Turnen der Sportunion Salzburg-Stadt) im Jahr 1990 mit dem Rhönradturnen in Kontakt. Erste gebrauchte Räder wurden im Jahr darauf angekauft. "Die Idee war, Turner und Turnerinnen zu animieren, diese Art des Sports bis ins hohe Alter auszuüben", erinnert sich Pichler. Im Jahr 2002 wurde in Salzburg der österreichische Rhönradverband unter Präsident Johann Pichler gegründet.

Seit einiger Zeit wird das Turnen mit dem Rhönrad in der Sporthalle der Sport-UNION Salzburg-Mitte angeboten und die 7. Weltmeisterschaft im Rhönradturnen wurde im Jahr 2007 in Salzburg ausgetragen.

2017: 8. Teamweltcup in Salzburg

Samstag, 22. April 2017, trafen sich in der Sporthalle Alpenstraße die weltbesten Rhönrad-Sportlerinnen und -Sportler. Beim 8. Teamweltcup im Rhönradturnen waren die drei weltbesten Rhönrad-Teams aus Japan, Deutschland und der Schweiz am Start. Österreich war als gastgebende Nation als viertes Team im Wettkampf mit dabei sein.

Nach den Weltmeisterschaften 2007 in Salzburg war das der erste große Wettkampf in Österreich. Veranstalter war die TGUS (Turn-Gym-Union-Salzburg) in Zusammenarbeit mit dem österreichischen und dem internationalen Rhönradverband.

Zu sehen war der Teamwettkampf, bei dem Damen und Herren gegeneinander antreten, die Reihenfolge und Kürwahl bestimmen die Teams selbst. Sechs Kürdurchgänge in den Disziplinen Geradeturnen mit Musik, Spirale und Sprung mit je vier vier Sportlerinnen bzw. Sportler werden geturnt. Vier Punkte gibt es je Durchgang für den Ersten, drei für den Zweiten usw. durch Setzen eines Jokers kann einmalig die erhaltene Punktezahl verdoppelt werden.

Die Bewerber des Teamweltcups in der Alpenstraße haben sich im Teambewerb der Weltmeisterschaften 2016 in Cincinnati (USA) qualifiziert. Für das Team Österreich gingen Alexander Müller aus Mattsee, Ingrid Vukusic aus Salzburg, Veronika Brunnauer aus Puch und der in Wien lebende Vincent Klimo (alle TGUS - Turn-Gym-Union-Salzburg) an den Start.

Der Rhönrad-Teamweltcup brachte für das österreichische Team auch einen Abschied mit. Österreichs erfolgreichster Rhönradturner Alexander Müller bestritt nach mit zwei Mal WM-Silber (2013 und 2015) und zwei Mal WM-Bronze 2016 beim Teamweltcup 2017 seinen letzten Wettkampf in der Eliteklasse. Damit beendete Österreichs derzeit bester Rhönradturner seine Karriere.

2013: Erste WM-Medaillen für Österreich in diesem Sport

Bei der 1. Internationalen österreichischen Rhönrad-Meisterschaft im Herbst 2012 konnten einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Salzburg Erfolge verbuchen: in der nationalen Wertung gewann Alexander Müller den Mehrkampf vor Anja Müller und Vincent Klimo und Ingrid Vukusic gewann die Juniorenklasse. Marina Porenta siegte in der Nationalen Wertung der Schüler/Jugendklasse.

Müller, Klimo und Vukusic konnten sich darüber hinaus für die Rhönrad-Weltmeisterschaft, die im März 2013 in Chicago stattfinden wird, qualifizieren. Bei dieser Weltmeisterschaft gewannen Alexander Müller und Vincent Klimo jeweils die Silbermedaille und waren damit die ersten Österreicher, die bei einer Rhönrad-WM Medaillen gewannen.

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Rhönrad"