Sackzug

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Der Sackzug war ein Erztransportmittel, das seine Ursprünge im Mittelalter hatte.

Allgemeines

Im Bereich der Gold- und Silberbergbaue im Salzburger Land am Radhausberg und am Goldberg blieb diese Methode der Erzbringung bis ins 19. Jahrhundert bestehen.

Es handelte sich dabei um hintereinander gehängte, mit Erz gefüllte Säcke. Diese wurden über eine präparierte Schneebahn[1]. So lange noch kein Schnee lag bzw. eine Vereisung nicht möglich, grub man diesen Sackweg in weiten Serpentinen rinnenartig aus.

Auch achtete man darauf, dass diese Sackwege breit ausgeholzt waren, um einen möglichst früher Schneeeinfall zu haben. Zum Glätten der ersten Fahrrinne im Schnee wurde eine Schneekatze als Fräse verwendet.

Sackzieher begannen nach Weihnachten und ihre Arbeit zog sich über 13 bis 14 Wochen hin. Die verwendeten Säcke fassten 50 bis 60 Kilogramm Erz. Sie bestanden aus Jute, an der Unterseite mit einer Schweinshaut verstärkt und so aufgenäht, dass die Borsten nach hinten gerichtet waren. Beide Sackenden waren mit Ringen versehen, damit man mehrere Säcke aneinander hängen konnte. Durchschnittlich hing man 12 bis 16 Säcke zu einem Sackzug zusammen. In Rauris sogar 30 bis 36 Stück. Die Talfahrt wurde dann je Sackzug von zwei bis drei Sackziehern bewältigt.

Fußnoten

  1. bereits im Spätsommer begann man im Schatten gelegenen Berghänge mit Wasser zu besprühen, um sie zu vereisen; dies um einerseits die Sackziehung früher zu ermöglichen, andererseits auch, um Kosten zu senken, da Transporte mit Pferdefuhrwerken um eine Drittel teurer waren

Quelle