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Karte
Karte 5661.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Zell am See (ZE)
Fläche: 233,02 km²
Geografische Koordinaten: 47° 14' N, 13° 0' O
Höhe: 950 m ü. A.
Einwohner: 3 043 (1. Jänner 2018)[1]
Postleitzahl(en): 5661
Vorwahl: 0 65 44
Gemeindekennziffer: 50 617
Gliederung Gemeindegebiet: 6 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 5661 Rauris
Marktstraße 30
Offizielle Website: www.rauris.net
Politik
Bürgermeister: Robert Reiter (ÖVP)
Gemeinderat (2014): 19 Mitglieder:
8 ÖVP,
4 FWR,
7 SPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 760
1880 1 856
1890 1 841
1900 1 864
1910 1 895
1923 1 875
1934 2 019
1939 1 955
1951 2 261
1961 2 328
1971 2 544
1981 2 749
1991 2 957
2001 3 107
2011 3 064
2015 3 056
Markgemeinde Rauris, Südansicht
Rauris in der Abendsonne
Pfarrkirche Rauris mit Marktplatz
Pfarrkirche Rauris, Innenansicht
Gemeindeamt Rauris
Rauris, Marktplatzansicht
Denkmal an Ulli Maier am Marktplatz in Rauris
Raurisimpression
Rauris-Talblick vom Schrieflinggut zu den Goldbergen und zu den Rauriser Hochalmbahnen
der Goldbergkees Mitte April 2013

Rauris ist eine im Pinzgau nördlich der Goldberggruppe gelegene Marktgemeinde. Das Gemeindegebiet der flächenmäßig größten Gemeinde des Bundeslandes zählt zum Nationalpark Hohe Tauern und umfasst das gesamte Rauriser-, Hüttwinkl- und Seidlwinkltal.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Rauris liegt im Raurisertal, einem südlichen Seitental der Salzach, etwa sieben Kilometer vom Salzachtal. Das Raurisertal teilt sich in der Ortschaft Wörth in das Hüttwinkltal und in das Seidlwinkltal. Durch die Marktgemeinde fließt die Rauriser Ache. Westlich erheben sich der Reißrachkopf (2 210 m ü. A.), der Hirschkopf (2 252 m ü. A.) und der Baukogel (2 224 m ü. A.), im Osten das Wetterkreuz (2 046 m ü. A.), das Grubereck (2 167 m ü. A.) und der Bernkogel (2 325 m ü. A.).

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Salzachtal im Norden bis zum Alpenhauptkamm der Hohen Tauern im Süden, im Westen und Osten wird es durch Bergketten begrenzt.

Ortsgliederung

Das Gemeindegebiet umfasst die sechs Katastralgemeinden Bucheben, Seidlwinkl, Wörtherberg, Vorstandrevier, Rauris und Unterland.

Weiters gliedert sich Rauris in zwölf Ortschaften: Bucheben (174), Fröstlberg (68), Grub (62), Hundsdorf (195), Marktrevier (52), Rauris (1 149), Seidlwinkl (340), Unterland (87), Vorstanddorf (101), Vorstandrevier (308), Wörth (318) und Wörtherberg (210); Anmerkung: die Zahl in Klammer ist die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand 31. Oktober 2011 angegeben.

Eingemeindungen

  • Bucheben

Nachbargemeinden

Im Norden grenzt die Marktgemeinde an Lend, im Westen an Fusch an der Großglocknerstraße, im Südwesten an die Kärntner Gemeinde Heiligenblut, im Südosten an Bad Gastein, im Osten an Bad Hofgastein und Dorfgastein.

Geschichte

Obwohl bis heute kein keltischer Siedlungsplatz bekannt ist, belegen zwei zeitlich und örtlich voneinander unabhängige Funde die Anwesenheit der keltischen Ambisonter im Rauriser Gemeindegebiet. Es sind dies ein Münzschatzfund mit keltischen Münzen, die leider verschollen sind, und ein Keltischer Halsreif aus Gold von der Maschlalm im Seidlwinkltal.

Während für das Tal immer der keltoromanische Name üblich war ("die Rauris"), wurde der heutige Ort bis in die Neuzeit als Gaisbach bezeichnet (Erste urkundliche Erwähnung 1334 als Gaispach).

Rauris wurde während der Regierungszeit der Erzbischöfe von den Behörden Jahrhunderte hindurch als Markt bezeichnet. Mit der Entschließung vom 5. Jänner 1884 hat Kaiser Franz Joseph I. den Ort Rauris schließlich als Markt anerkannt.

Bedeutung erlangte das Tal durch den Goldbergbau, der schon 1354 urkundlich belegt werden kann. Von 1377 bis 1802 hatte Rauris ein eigenes Land- und Berggericht. Der Bergbau erlebte seine Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert. Vom Wohlstand dieser Zeit zeugen noch die Gewerkenhäuser mit Kielbogenportalen und Erkern. Um 1500 hatte das Tal mehr als 3 000 Einwohner.

Eine weitere geschichtliche Besonderheit war der Saumverkehr über den Tauern, der durch das Seidlwinkltal, vorbei am Rauriser Tauernhaus über die Fuscher Wegscheide und das Hochtor nach Süden führte, womit auch einige bedeutende Münzschatzfunde in Zusammenhang stehen dürften.

Siehe auch

Religionen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kultur

Seit 1972 wird mit den Rauriser Literaturtagen eines der bedeutendsten Literaturfestivals des deutschsprachigen Kulturraumes in der Pinzgauer Gemeinde abgehalten. Bei diesem Festival werden der Rauriser Literaturpreis für die beste Prosa-Erstveröffentlichung im deutschen Sprachraum und der Rauriser Förderungspreis für ein unveröffentlichtes Manuskript zu einem wechselnden Thema vergeben.

In Rauris befindet sich auch das erste im ländlichen Gebiet des Bundeslandes Salzburg gegründete Heimatmuseum mit dem Schwerpunkt Geschichte des Goldbergbaues und einer Naturschau zum Nationalpark Hohe Tauern. Es geht auf die Initiative von Wilhelm Ritter von Arlt zurück, der in Rauris vieles bewegt hat und auch Förderer und Mentor von Ignaz Rojacher war.

Ausflugsziele

Parks

Vereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel Bürgermeister der Marktgemeinde Rauris

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenring der Marktgemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel Ehrenbürger der Marktgemeinde Rauris

Wappen

Am 22. August 1928 wurde der Gemeinde Rauris durch die Salzburger Landesregierung das folgende Wappen verliehen:

Ein von rot-gold schräglinks geteilter Schild: oben eine aus der Teilunglinie wachsende Ziege, unten zwei gekreuzte, schwarze Bergwerkshämmer.

Im Wappen stellt die Ziege eine Anspielung an den ehemaligen Namen des Marktes Rauris, der früher "Gaisbach" hieß, dar, während Hammer und Schlägel an den einstigen Goldbergbau im Tal und die Bedeutung des Ortes als Sitz von Gewerken erinnern.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Marktgemeinde

Hauptartikel Töchter und Söhne der Marktgemeinde Rauris

Bilder

 Rauris – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Rauris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

Fußnoten