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Schellente

Schellentenerpel im Prachtkleid, aufgenommen im Stadtgebiet von Salzburg
Küken führendes Schellentenweibchen auf dem Almkanal im Stadtgebiet von Salzburg

Die Schellente (Bucephala clangula) ist ein Brutvogel aus der Familie der Entenvögel (Anatidae), der in wenigen Exemplaren auch im Bundesland Salzburg vorkommt.

Beschreibung

Die Schellente ist mittelgroß, weist einen kompakten Körper mit rundem Kopf auf, der wie ein Knauf auf einem recht kurzen Hals sitzt. Die Kopfform wirkt dreieckig, der Schnabel ist kurz und hoch angesetzt. Das Männchen im Prachtkleid - siehe nebenstehendes Bild - weist einen schwarzen Kopf mit grünlich schillerndem Glanz auf. Der Zügelfleck ist weiß. Auffallend ist die leuchtend gelbe Iris der Augen. Das Gefieder auf Brust und Flanken ist weiß leuchtend, das Heck und teilweise auch die Oberseite erscheinen schwarz. Die Schulterfedern erzeugen ein schräges, schwarz-weißes Streifenmuster.

Das Weibchen hat einen braunen Kopf. Die Iris ist blassgelb, Halsring und Bauch sind weiß, Brust und Flanken sind grau gefärbt. In der Brutzeit weist der dunkle Schnabel ein gelbes Band vor der Spitze auf, das sonst oft fehlt.

Die Schellente ernährt sich hauptsächlich von aquatischen (Anm.: im Wasser lebende), wirbellosen Tieren.

Brutverbreitung in Salzburg

Ihre bevorzugten Brutgebiete sind Stillgewässer wie klare und nährstoffarme Waldseen und träge Flüsse. Seltener kommt sie an Küsten vor. Sie legt ihre Nistplätze in Baumhöhlen an (verlassene Schwarzspechthöhlen, ausgefaulte Stämme …), benutzt aber auch künstlich angebrachte Nistkästen. Der erste Brutnachweis in Österreich gelang im Jahr 1986 zwischen St. Gilgen und Strobl im Bereich der Zinkenbach-Einmündung am Wolfgangsee. In Salzburg konnten erste Brutnachweise 2010 und 2011 im Bereich der Stadt Salzburg dokumentiert werden. Die Schellente kommt jedoch hier nur in wenigen Exemplaren vor und man geht davon aus, dass es sich dabei um verwilderte Nachkommen von Gefangenschaftsflüchtlingen handelt. Man schätzt ihre Population (Anm.: Herbst 2012) auf 1 bis 10 Brutpaare. (Im österreichischen Bundesgebiet brüten zwischen 30 und 100 Brutpaare.) Die Schellente zählt auch zu den Wintergästen am Zeller See und gilt in Salzburg als Brutvogel als potentiell gefährdet.

Quellen