Todesschanze

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Todesschanze wurde eine Skisprung-Naturschanze in Zell am See im Pinzgau genannt.

Geschichte

Nachdem die Wimmschanze keine weiten Sprünge zuließ, suchte man nach einem Platz für eine größere Schanze. Diesen fand im Sommer 1921 im Schmittental beim Hotel Stadt Wien nur wenige Gehminuten vom Ortszentrum entfernt einen geeignet erscheinenden Platz - doch er war es nicht.

Diese Schanze erhielt schon nach wenigen Wochen den unrühmlichen Beinamen Todesschanze. Über die Hälfte der Springer kam schwer zu Sturz. Der langjährige Obmann des Skiclubs Zell am See, der legendäre Apotheker Franz Wisgrill erzählte, dass die Springer senkrecht hinunter fielen, bis sie auf dem Boden ankamen - grad oder ungrad, je nachdem.

Schuld daran war, dass man keine Erfahrungen im Schanzenbau hatte. Der Schanzentisch war waagrecht statt geneigt. Der Luftstand der Springer war viel zu hoch und der Übergang ins Flache im Auslauf zu abrupt. Drei Mal wurde die Todesschanze umgebaut, doch es nützte nichts. Man machte sich also wieder auf, einen neuen Standort zu finden. Diesen fand der Goldschmied Fritz Mösslacher im Köhlergraben im hinteren Schmittental, wo dann die Köhlergrabenschanze entstand.

Quelle