Voregg (Scheffau am Tennengebirge)

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Voregg (mit Moosegg).

Voregg ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Tennengauer Gemeinde Scheffau am Tennengebirge.

Geografie

Voregg ist ebenso eine Streusiedlung wie Moosegg, die zusammen mit Voregg die Katastralgemeinde Voregg bildet.

Die Ortschaft erstreckt sich am Nordwestfuß des Schwarzen Bergs (1 584 m ü. A.), dem südwestlichsten Gipfel der Osterhorngruppe, in einer Höhenlage von 550 bis 900 m ü. A.. Die zerstreuten Häuser ziehen sich von der rechten Talflanke des Salzachtals oberhalb der Kellau (Marktgemeinde Kuchl) über die Hochreith (965 m ü. A.) an den oberen Kertererbach, die Gegend Moosegg und das Hundskar (Aubaueralm, um 1 000 m ü. A.).

Die Ortschaft umfasst knapp 40 Gebäude mit etwa 100 Einwohnern.

Der ganze Salzachtaler Teil gehört zum Landschaftsschutzgebiet Rabenstein–Kellau.

Katastralgemeinde

Die Katastralgemeinde Voregg umfasst 793 Hektar des Gemeindegebietes, die alle jene Grundstücke umfasst, die im Grundbuch für Zwecke der Vermessung- und des Steuerwesens als Einheit betrachtet werden.

  • Katastralgemeinde Voregg = KG Voregg = KG-Nummer: 56228

Geschichte

Seit dem frühen 17. Jahrhundert wird am oberen Kertererbach Gips abgebaut. Das Gipsbergwerk Grubbach–Moosegg ist das größte österreichische Gipsvorkommen. Der Riedl zum Hundskar ist teils vollständig aus Gips aufgebaut. Die Betreiberfirma ist Moldan Baustoffe, heute Tochterfirma der Salzburger Sand und Kieswerke (SSK). Vom Moldanwerk Strubau wurde auch eine Seilbahn zum Bergwerk errichtet.

Bei Schaffung der Gemeinden 18481850 und des Gerichtsbezirks Golling wurde die Steuergemeinde Voregg der politischen Gemeinde Scheffau zugegeben. Sie ist aber vom Hauptort sehr abgelegen, weil der Haarberg zum Lammertal dazwischenlieg≥t. Die Ortschaft erreicht man nur über die Kuchler Strubau. Das Bergwerk hingegen erreicht man über die Weitenauer Straße, die von Voglau noch hinter den Lammeröfen (Marktgemeinde Abtenau) um den Schwarzen Berg herum nach Oberlangenberg (Gemeinde St. Koloman) führt. Schulisch gehört die Ortschaft zum Sprengel der Volksschule Golling.

In der Ortschaft befindet sich der Berggasthof Bachrain (953 m ü. A.) mit schönem Talblick, das 1970 erbaute Leo-Roedel-Haus (960 m ü. A.) der Naturfreunde (Ortsgruppe Golling) ist nicht mehr geöffnet ist. Von hier führt der Aufstieg auf den Schwarzen Berg.

Quellen