Collegium Marianum

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Datei:Bergstraße 16, Salzburg.jpg
Bergstraße 16, Salzburg

Das Collegium Marianum war eine von Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron gegründete Stiftung zugunsten bedürftiger Schüler und Studenten.

Geschichte

Am 11. September 1645 stiftete Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron das Collegium Marianum.

In diesem Institut, also einem Internat, sollte nach dem Stiftungsbrief Zöglinge während ihrer Studien am Benediktinergymnasium und an der Salzburger Benediktineruniversität untergebracht und verpflegt werden. Der Unterbringungsort war das Gebäude "Marianum" an der heutigen Bergstraße (Nr. 16). Die Zahl der Zöglinge war auf acht festgesetzt, eine Zahl, die je nach der Höhe der Stiftungseinkünfte erhöht oder vermindert werden konnte, doch sollten jedenfalls drei Zöglinge aus der Heimat des Fürsterzbischofs, der Pfarre Villa Lagarina im Lodronschen Herrschaftsgebiet im Trentino, stammen.

Zu diesem Zweck dotierte der Fürsterzbischof die Stiftung mit Grundbesitz (zu welchem ab 1649 der Penninghof bei Taxenbach gehörte) und einer verzinslichen Geldsumme.

Die Stiftlinge hatten allerdings auf Verlangen des Patrons die (ablösbare) Verpflichtung, für jedes in der Stiftung zugebrachte Jahr zwei Jahre lang dem Patron gegen angemessenes Entgelt zu dienen.

Zum Schutzherrn und Patron der Stiftung bestimmte der Stifter den jeweiligen Inhaber der Lodronschen Primogenitur. Das Collegium stand unter der direkten Aufsicht eines geistlichen Erziehers. Die disziplinäre Oberaufsicht lag beim jeweiligen Universitätsrektor.

Beim großen Stadtbrand von 1818 wurde das Gebäude zerstört. Kreishauptmann Karl Graf Welsperg-Raitenau drang nun mit seinem schon länger verfolgten Plan durch, das Collegium Marianum mit dem ebenfalls von Paris Lodron gestifteten Collegium Rupertinum zusammenzulegen. So entstand das Collegium Mariano-Rupertinum.

Quellen

Österreichischer Städteatlas Salzburg, diese Quelle erweist sich allerdings vielfach als wenig verlässlich, siehe dazu Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg - Fehlerhaftigkeit des Österreichischen Städteatlas Salzburg

Weblink

  • ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1890, Seite 169ff Urkundliche Materialien zu einer Geschichte der gräflich Lodron'schen Kollegien Marianum und Rupertinum in Salzburg: Personalien, Reihenfolge der gräflichen Patrone, Inspektoren, Präfekte des rupertinischen Collegiums, Verwalter, marianische Stiftlinge und Zöglinge des Rupertinums