Collegium Rupertinum

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Das Collegium Rupertinum war eine von Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron gegründete Stiftung zugunsten bedürftiger Schüler und Studenten.

Geschichte

Am 22. September 1653 stiftete Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron das Collegium Rupertinum.

In diesem Institut, also einem Internat, sollte nach dem Stiftungsbrief Zöglinge während ihrer Studien am Salzburger Gymnasium und an der Salzburger Universität untergebracht und verpflegt werden. Der Unterbringungsort war das Palais "Collegium Rupertinum"[1]zwischen der Kirchengasse (heute Sigmund-Haffner-Gasse und der Modegasse (heute Wiener-Philharmoniker-Gasse) noch heute bestehende Gebäude, in dem sich jetzt das Museum Rupertinum befindet[2]. Die Zahl der Zöglinge war auf zwölf festgesetzt, eine Zahl, die je nach der Höhe der Stiftungseinkünfte erhöht oder vermindert werden konnte.

Zu diesem Zweck dotierte der Fürsterzbischof die Stiftung mit einer größeren verzinslichen Geldsumme.

Die Stiftlinge hatten allerdings auf Verlangen des Patrons die (ablösbare) Verpflichtung, für jedes in der Stiftung zugebrachte Jahr zwei Jahre lang dem Patron, der sie zu Stiftlingen ernannt hatte, gegen angemessenes Entgelt zu dienen.

Zu Schutzherren und Patronen der Stiftung bestimmte der Stifter gleichberechtigt den Stellvertreter des Landesausschusses und den jeweiligen Inhaber der Lodronschen Sekundogenitur.

Das Collegium stand unter der direkten Aufsicht eines geistlichen Erziehers, dem Präfekten. Die disziplinäre Oberaufsicht lag beim jeweiligen Universitätsrektor.

Nachdem der große Stadtbrand von 1818 das Gebäude, in dem sich das Collegium Marianum befand (Bergstraße 16) zerstört hatte, drang Kreishauptmann Karl Graf Welsperg-Raitenau mit seinem schon länger verfolgten Plan durch, das Collegium Rupertinum mit dem ebenfalls von Paris Lodron gestifteten Collegium Marianum zusammenzulegen. So entstand das Collegium Mariano-Rupertinum.

Präfekten des Collegium Rupertinum

Hauptartikel: Präfekten des Collegium Rupertinum

Quelle

Weblink

  • ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1890, Seite 169ff Urkundliche Materialien zu einer Geschichte der gräflich Lodron'schen Kollegien Marianum und Rupertinum in Salzburg: Personalien, Reihenfolge der gräflichen Patrone, Inspektoren, Präfekte des rupertinischen Collegiums, Verwalter, marianische Stiftlinge und Zöglinge des Rupertinums

Fußnoten

  1. Quelle www.museumdermoderne.at, Text Palais "Collegium Rupertinum" abgefragt am 26. Februar 2018
  2. Quelle Österreichischer Städteatlas Salzburg siehe hier