Daniel Fussek

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Daniel Fussek (* 2010 in der Stadt Salzburg) ist ein junger Sänger, der bei den Salzburger Festspielen 2021 mitwirkt.

Porträt

Daniel Fussek (11) aus Wals-Siezenheim wird in der Festspielproduktion der Oper „Tosca“" mit Opernstar Anna Netrebko auf der Bühne stehen und die Arie des Hirtenknaben singen.

Daniel Fussek hat auch in den Sommerferien einen dichten Terminkalender, denn er wird in der Opernproduktion „Tosca“ der Salzburger Festspiele auftreten – und das gleich als Solist. Der Elfjährige wird im dritten Akt die Arie des Hirtenknaben singen. „Io de' sospiri ...“, stimmt er das Lied in der Stimmlage des Knabensoprans an. Es ist eine in römischem Dialekt geschriebene Liebesklage. Wenn es dann so weit ist, wird sich Daniel Fussek direkt vor Dirigent Marco Armiliato befinden und seine kurze Arie singen.

Am 9. August 2021 begannen die szenischen Proben bei den Salzburger Festspielen. „Dieser Moment der Übergabe eines unserer Chorkinder an den Regisseur ist auch für uns immer ein besonderer Moment, weil das bis dahin Erarbeitete ab dem Zeitpunkt vom Solistenkind doch mit großer Selbstständigkeit gesungen werden muss“, schildert Götz.

Dass Daniel Fussek das Zeug zum Festspiel-Soloauftritt hat, steht für den erfahrenen Chorleiter außer Frage. Denn nicht nur stimmlich sei Daniel ein absolutes Naturtalent. Davon gibt es im Kinderchor einige; was Daniel aber auch schon hat, ist Erfahrung als Solist. Vorher stand er am Staatstheater am Gärtnerplatz in München im Musical „Priscilla – Königin der Wüste“ in der Rolle des Benji auf der Bühne. Das erfordert neben Können auch Mut, Selbstbewusstsein und Vertrauen, denn anders als beim Singen im Chor wird der eigene Gesang nicht mehr vom Klang anderer Stimmen getragen. „Normalerweise führen wir unsere Chorkinder langsam an einen Soloauftritt heran und wir schauen darauf, dass jeder seine Chance bekommt“, sagt Wolfgang Götz. Bei Daniel Fussek ist es anders: Er kommt aus dem Solobereich, hat nicht nur schon im Musical gesungen, sondern auch schon für einen internationalen Musikproduzenten einen Disney-Song aus „Vaiana“ in acht Sprachen eingesungen – als Neunjähriger. Zum Chor kam er vergleichsweise „spät“ – nämlich erst heuer im Frühjahr. Damals hatte ein Bericht über die Nachwuchssuche des Salzburger Festspiele und Theater Kinderchors in den „Salzburger Nachrichten“ die Aufmerksamkeit von Daniels Oma auf sich gezogen. „Die Oma hat den Artikel ausgeschnitten, uns hingelegt und gesagt: Das wäre etwas für den Daniel“, schildert Daniel selbst, der mit seiner Familie in Wals-Siezenheim lebt.

An das Vorsingen kann sich Wolfgang Götz noch gut erinnern. „Daniel hat ‚Mama‘ von Heintje vorgesungen – das war total berührend“, sagt der Chorleiter. Seither ist der Elfjährige fixes Chormitglied und durfte bereits bei den Pfingstfestspielen bei der konzertanten Fassung der „Tosca“ im Chor mitsingen. Auch bei den Sommerfestspielen stand er heuer schon auf der Bühne – im Engelschor von Benjamin Brittens „War Requiem“.

Auf der Bühne zu stehen und zu singen, das sei immer schon sein Traum gewesen, schildert Daniel Fussek. Entdeckt wurde sein Talent für das Singen bereits im Kindergartenalter – schon damals sang er die Lieder im Autoradio mit. Mit seinem Vater, Radiomoderator Alexander Fussek, singt er im zu Hause eingerichteten Tonstudio. In der Freizeit ist Hund Itchy Daniels treuester Begleiter – auch beim Radfahren und Skateboarden. Dabei singt Daniel Fussek auch gerne nur für sich und den Hund. „Er ist mein bester Freund und macht alles mit mir mit“, sagt er.

Nach den vier „Tosca“-Aufführungen wartet bereits eine neue Aufgabe auf Daniel Fussek. Er arbeitet mit „The Voice Kids 2020“‑Gewinnerin Lisa-Marie an einem Weihnachtsprogramm und bereitet sich auf eine Rolle im Salzburger Landestheater vor. Dort wird er ab 22. Oktober den Kurt in der Wiederaufnahme des Musicals „The Sound of Music“ spielen und singen.

Quellen