Anna Netrebko

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Anna Netrebko als Gast bei der Romyverleihung 2013

Anna Jurjewna Netrebko (* 18. September 1971 in Krasnodar, Russland) ist eine russisch-österreichische Opernsängerin.

Allgemeines

Anna Netrebko wurde 1971 als Tochter einer Ingenieurin und eines Geologen in Russland geboren. Im Frühsommer 2007 trennte sie sich von ihrem bisherigen Lebensgefährten, dem Bariton Simone Alberghini. Ende 2007 wurde die Verlobung mit dem uruguayischen Bassbariton Erwin Schrott bekannt. Obwohl sie im April 2008 in einem Interview mitteilte, sie habe Schrott geheiratet, meinte sie im August 2010, sie seien trotz entgegengesetzter Meldungen nach wie vor nicht verheiratet. Gemeinsam haben sie einen Sohn. Im Herbst 2013 trennte sich aber Netrebko auch von Schrott.

Anna Netrebko erhielt 2006 (1. August) die österreichische Staatsbürgerschaft. Sie ist nun russische und österreichische Staatsbürgerin. Aufsehen erregte Anna Netrebko vor allem durch ihre Teilnahme an den Salzburger Festspielen. Eine kurzfristige Absage für ihre Auftritte bei den Salzburger Festspielen brachten sie im Sommer 2007 in die Negativschlagzeilen. Damals musste sie aufgrund einer akuten Erkältung ihren Auftritt absagen. Unter dem "Netrebko-Effekt" versteht man die steigende Aufmerksamkeit für Sopranistinnen bei (klassischen)Veranstaltungen. Diese werden wie Superstars behandelt. Auch die Salzburger Festspiele erhielten durch verstärkte Medienberichterstattung.

Die Sopranistin wechselt zwischen den Wohnorten St. Petersburg, Wien und New York.

Leben

Bereits als Kind sang Anna Netrebko gerne und gut. Deswegen absolvierte sie unterschiedliche Gesangsausbildungen in Russland. Netrebko war nicht nur begabt, sondern hatte auch das Gespür für die richtigen Gelegenheiten, die man sich als Noname ohne große Beziehungen schaffen musste. Wenn sie nicht studierte und übte, schrubbte sie die Dielen des Marientheaters und kam auf diese unkonventionelle Weise mit der großen Welt der Opern in Kontakt. "Wir Russen", meinte sie später zu ihrem ungewöhnlichen Karriereweg in einem Interview, "brauchen immer ein wenig Stress in unserem Leben, etwas, das uns betrifft oder herausfordert.

Anna Netrebko absolvierte ein Gesangsstudium am Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg.

Seit 1998 tritt sie regelmäßig bei den Salzburger Festspielen auf, wo sie 2002 als Donna Anna in Mozarts Don Giovanni unter dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt ihren internationalen Durchbruch feierte. Im gleichen Jahr debütierte sie an der Met als Natascha in Krieg und Frieden.

Für die Salzburger Festspiele 2008 war Anna Netrebko für die Rolle der Juliette in Charles Gounods "Romeo et Juliette" im Augsut vorgesehen. Allerdings sagte sie diese Rolle aufgrund ihrer Schwangerschaft ab. Die georgische Sopranistin Nino Machaidze übernimmt die Rolle der Juliette in Gounods Oper „Romeo et Juliette“.

2005 sang sie mit Rolando Villazón sowohl eine viel beachtete Roméo et Juliette als auch die Rolle der Adina in L’elisir d’amore von Donizetti.

Im selben Jahr übernahm sie bei den Salzburger Festspielen die Titelpartie (Violetta Valéry) in Verdis La traviata (Dirigent: Carlo Rizzi) an der Seite von Rolando Villazón und Thomas Hampson, was von Kritik wie Zuschauern begeistert aufgenommen wurde (auch wegen einer viel beachteten TV-Übertragung). Rolando Villazón und Netrebko werden als das Traumpaar der klassischen Musik gefeiert.

2012 war sie in "La Bohème" im Großen Festspielhaus als Mimì) zusammen mit Piotr Beczala (Rodolfo) zu sehen. Die Oper wurde zeitverzögert auf die Großleinwand de Siemens Fest Spiel Nächte am Kapitelplatz übertragen. Dort fanden sich rund 5 000 Zuschauer ein, die einen herrlichen Sommer-Opernabend verbrachten, einen der wenigen trockenen und warmen Sommerabenden, die Salzburg im Sommer 2012 bis Anfang August erlebt hatte.

Weiterführend

Für Informationen zu Anna Netrebko, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Weblinks

 Anna Netrebko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen