Egon Putzi

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Egon Putzi (* 1959) ist ein ehemaliger Präsident des Fußballvereins SV Austria Salzburg.

Leben

Egon Putzi, Ex-Mitarbeiter des steirischen Chip-Herstellers AMS, gründete 1986 gemeinsam mit Franz Sumnitsch die Semiconductor Equipment und Zubehör (SEZ) in Bad Bleiberg, Kärnten. Dem Unternehmen gelingt mit einer vollautomatische Naßprozeßanlage, genannt "Spin Etcher", die in der Chipfertigung der Halbleiterindustrie eingesetzt wird, der internationale Durchbruch. 1995 macht Putzi mit der SEZ 50 Millionen Schilling Gewinn bei gut 300 Millionen Umsatz. Er bringt das Unternehmen an die Börse in Zürich.

Daneben beginnt sich Putzi für das Fußballsponsoring zu interessieren. Er engagiert sich bei seinem Heimatverein SV Bad Bleiberg und schafft mit ihm den Aufstieg in die Erste Liga. Anfang 2000 erwirbt Putzi den SV Austria Salzburg, den Schulden in der kolportierten Gesamthöhe von fast 80 Millionen Schilling drücken, von Rudolf Quehenberger. Er bringt Spieler aus Honduras nach Salzburg, da er im mittelamerikanischen Land über gute Kontakte zu Spielervermittlern verfügt. Darunter sind Juan Manuel Carcamo, Maynor Suazo, Walter Lopez und Julio Cesar Suazo. Auch die Transferrechte anderer Spieler der Salzburger gehören Putzi direkt. Und als Egon Putzi im November 2001 wieder als Präsident ausscheidet, nimmt er einige dieser Spieler nach Bad Bleiberg mit.

2003 beendet er auch in Kärnten seine Sponsortätigkeit. Nach einem wirtschaftlich schlechten Jahr 2007 wird die SEZ im März 2008 von der amerikanischen Lam Research Corporation übernommen. Nach kurzem scheidet Egon Putzi aus der Firma aus.

Im Juli 2010 kehrt Putzi als Präsident des Villacher SV in der Kärntner Landesliga in den Fußball zurück.

Quellen

  • Perau Gymnasium [1]
  • Villacher SV [2]
  • Salzburger Nachrichten
  • Archiv SV Austria Salzburg [3]