Franz Hirnsperger

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Dr. Franz Hirnsperger (* 1952) ist ehemaliger Leiter der Stabsstelle für Rechtspolitik der Wirtschaftskammer Salzburg, ehemaliger Vizebürgermeister der Flachgauer Gemeinde Wals-Siezenheim und Gründer des Refugiums, eines Hauses für Asylwerber in Wals-Himmelreich.

Leben

Die Entscheidung, ein Haus zu bauen und an Flüchtlinge zu vermieten, fiel Ende August 2015, kurz nachdem die ersten Syrer, Iraker und Afghanen in die Schwarzenbergkaserne eingezogen waren.

Zunächst hätten er und seine Frau überlegt, Flüchtlinge in ihrem Haus aufzunehmen, dort sei aber eine räumliche Trennung schwierig. "Aber im Garten war noch Platz." Am 1. September, dem Tag seiner Pensionierung, legte er los. Hirnsperger investiert in den Holzbau 85.000 Euro, dazu kommen die Kosten für die Ausstattung. Mit Wärme, Strom und Wasser wird der Neubau über das bestehende Wohnhaus versorgt.

"Uns war wichtig, alle Arbeiten an heimische Firmen zu vergeben", sagt Hirnsperger und denkt schon einen Schritt weiter. "Wenn sich in jeder Gemeinde im Bundesland nur ein Privater fände, der ebenfalls ein Haus baut, könnten wir 119 Familien eine Heimat bieten."

Der 63-Jährige ist regelmäßig in Kontakt mit Flüchtlingen. Wie 50 andere Ehrenamtliche unterrichtet er in der Schwarzenbergkaserne drei Mal in der Woche Deutsch. Er sei keineswegs für die totale Öffnung der Grenzen. "Aber denen, die da sind, muss man helfen." Flüchtlinge in direkter Nachbarschaft unterzubringen sei der beste Weg, sie zu integrieren.

Hirnsperger ist auch Maler und Bildhauer und hat in seinem Garten ein Lese-Ei aus Lärchenholzschindeln gebaut, das über eine Leiter zu erreichen ist.

Quelle