Hellbrunner Au (Landschaftsschutzgebiet)

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Die Hellbrunner Au im Landschaftsschutzgebiet Salzburg-Süd erstreckt sich östlich des Schlossparks Hellbrunn beiderseits der Alpenstraße bis zur Salzach hin.

Allgemeines

Zwei historische Achsen von Schloss Hellbrunn, unter Fürsterzbischof Markus Sittikus angelegt, sind dabei bedeutsam:

  • Die Lindenallee in der Schlossachse, die heute die Alpenstraße quert und im Auwald als sogenannter "Durchstich" zur Salzach führt. Sie bildet den Ostteil des Fürstenweges.
  • Die große Gartenachse, die über die Salzach zum Schloss Goldenstein hin führt. Auch diese Achse, die als Waldschneisen sichtbar sind (oder sichtbar sein sollten), quert die Alpenstraße.

Durch die Hellbrunner Au fließt der Anifer Alterbach, ein hochwertiges Biotop mit Tierarten, die zum Teil auf der Roten Liste stünden.

Landschaftsschutz contra Wirtschaft

Die Hellbrunner Au wird heute von der Alpenstraße durchschnitten. Der östlich der Alpenstraße gelegene uralte Kultur- und Naturraum ist durch die geplante Erweiterung des in diesem Landschaftsraum gelegenen Gewerbegebiets der Firmen Mayer & Co Beschläge GmbH und Porsche Alpenstraße gefährdet (Stand 2011).

Dieses Gewerbegebiet ist aus einem kleinen militärisch genutzten Pionierlager der NS-Zeit entstanden. Die 2009 vorgenommene teilweise Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes "Salzburg-Süd" (früher Landschaftsschutzgebiet Hellbrunn genannt) ist rechtlich problematisch. Der einzigartige naturnahe Landschaftsgarten von Hellbrunn weicht damit zunehmend einem Gewerbegebiet, das auch in geschlossenen Siedlungsräumen angelegt werden könnte. Die geplanten Bauten könnten durch verdichtete Bauweise weitestgehend auch auf dem bestehenden Areal untergebracht werden. Vom geplanten Gewerbegebiet betroffen ist auch der nächste Nahbereich des im weiten Umfeld einzigartigen Anifer Alterbaches.

Im Frühjahr 2011 war die Änderung der Flächenwidmung für die Erweiterung der beiden Unternehmen beschlossen, Baubeginn sollte im Herbst 2011 sein. In diesem Flächenwidmungsverfahren waren auch die Belange des Naturschutzes vollinhaltlich zu berücksichtigen. Trotzdem könnte das Naturschutzverfahren das Projekt noch kippen. In diesem Fall wäre ein unbebaubares Bauland bzw. eine Rückwidmung die Folge. Auf dem (Landschaftsschutz)Gebiet sollen für Maco ein viergeschossiges Parkhaus mit 330 Stellflächen sowie ein Kompetenzzentrum für Schulungen errichtet werden. Der jetzige Parkplatz hinter dem Firmengebäude soll neue Produktionshallen aufnehmen.

Im Juli 2011 hatte aber dann die Salzburger Landesregierung die Änderung des Flächenwidmungsplanes an der Alpenstraße in Salzburg-Süd abgesegnet.

Quellen