Hochzeitsmuseum im Hellbauer-Haus

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Das Hochzeitsmuseum im Hellbauer-Haus, in Medien auch als das erste Salzburger Hochzeitsmuseum bezeichnet, befindet sich in der Flachgauer Gemeinde Göming und wurde am 16. April 2016 eröffnet.

Allgemeines

Das Museum, das sich im Hellbauer-Haus befindet, fokussiert "außergebirglerische Hochzeitsbräuche früherer Zeiten".

"Ist die Ehe wirklich schon reif für´s Museum?" – Diese Frage stellt sich hier in Göming ganz eindeutig nicht. Denn hier geht's ja schließlich um's Heiraten. Die Hochzeit als Beschluss des 'Bundes für's Leben' zweier Menschen ist geradezu logischerweise auch Dreh- und Angelpunkt von Traditionen und Brauchtum. Das Heimatmuseum im Göminger Hellbauer-Haus gewährt mit zahlreichen historischen Exponaten aus der Region einen Einblick in die außergebirglerischen Hochzeitsbräuche früherer Zeiten. Die Ausstellung 'Verliebt, verlobt, verheiratet' rundet dieses traditionelle Bild durch eine vielfältige, 'moderne' Tour durch die Welt der Brautmode, der Frisuren, der Hochzeitsfotos, der Dekoration, der Blumen bis hin zu Musik und Hochzeitstauben ab, und bietet einfach alles rund um das Thema 'Hochzeit heute'", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

"So kurz vor dem Hochzeitsmonat Mai freue ich mich, Salzburgs erstes Hochzeitsmuseum mitzueröffnen. Ich möchte mich beim Göminger Kulturverein für ihr Engagement bedanken, die Neugestaltung des Hellbauer-Hauses nach zeitgemäßen Standards auszuführen. Göming hat diesen interessanten und immer aktuellen Schwerpunkt gewählt und unter der Anleitung von Museumsgestalterin Petra Aster sehr gelungen umgesetzt. Den Besucherinnen und Besuchern des Hellbauer-Hauses wird das Thema Heiraten im Wandel der Zeit sehr anschaulich vermittelt, es werden regionale Bräuche und Rituale in Erinnerung gerufen und auch kritisch hinterfragt. Somit ist die museale Landschaft Salzburg um ein weiteres Regionalmuseum mit Alleinstellungsmerkmal reicher. Das Land hat die Neugestaltung mit 24.000 Euro gefördert. Das Museum lädt aber auch zum Schmunzeln ein, anhand von der Thematisierung von Beziehung vor und nach der Ehe. Ich freue mich auf künftige Sonderausstellungen, wie etwa Hochzeitsbräuche aus anderen Kulturen", so Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn bei der Eröffnung im April 2016.

In dem 300 Jahre alten Bauernhaus wird auf zwei Etagen Altes und Neues zum Thema Heiraten angeboten. Herzstück der Ausstellung ist die Hochzeitskammer, die hinter einer alten Holzwand verborgen ist. Durch kleine Ausschnitte in Form von Herzen kann der Besucher einen Blick in das Innere werfen. Zu sehen sind in diesem Raum auch Hochzeitskleider von anno dazumal, allesamt in Schwarz oder anderen dunklen Farben. Das weiße Hochzeitskleid entwickelte sich bei uns erst in den 1950er Jahren.

In der Stube erklärt der Obmann der Hochzeitslader Außergebirg, Franz Pfaffinger, in einem Video das Brauchtum der Progoder.

Weblinks

Quellen