Joseph Hackl

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Pater Joseph Hackl war der am längsten seinen Dienst im Tauernkirchlein verrichtende Tauern Pater in der Zeit des Benefiziums am Radstädter Tauernpass.

Leben

Im 19. Jahrhundert wurde der Tauern Vikari durch einen Tauern Pater aus dem Kapuzinerorden abgelöst. Am 10. Oktober 1830 trat Joseph Hackl seine Dienst im Tauernkirchlein an, der 27 Jahre dauern sollte (bis 1857).

Von der örtlichen Bevölkerung erhielt der die Spitznamen Tauern-Seppel und Hackel.

Ignaz Kürsinger beschreibt den 77jährigen Pater 1852. Er erwartete einen aller Urbanität verlernten, linkisch, ungeschlacht und leutscheuen Seelsorger, fand aber einen recht liebenswürdigen Priester und heitern Mann, nicht ohne wissenschaftliche Bildung, in dessen Gesellschaft ich mehrere Abende recht angenehm zubrachte....

Die Lebensbedingungen waren zu jener Zeit recht hart in dieser Höhe. Der Winter begann Ende Oktober und die Schneeschmelze setzte meist erst im Juni ein. Dazwischen gab es Meter hohe Schneefälle und eisige Winde. So wird berichtet, ...dass man erst zu Jakobi am 25. Juli mit dem Heizen aufhörte, musste allerdings schon wieder am Annatag, dem 26. Juli damit beginnen...

Quelle

  • Obertauern einst und jetzt, Herausgeber und Verleger: Liftgemeinschaft Obertauern, 1994, Salzburger Druckerei