Kaplan-Haus

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Das Kaplan-Haus im Jänner 2020.
Kaplan-Haus in Strobl, Aufname am 7.12.2010

Das Kaplan-Haus in Strobl am Wolfgangsee war ein Erholungsheim der oberösterreichischen Energie AG Oberösterreich (OKA).

Geschichte

1967 wurde das ehemalige "Grand Hotel Strobl" von der OKA als Erholungsheim für die Belegschaft gekauft und als "Urlaubsheim Strobl" eröffnet. Die Hauszeitung der OKA berichtete seinerzeit: "Ein Seegrundstück mit Strand, eine Badeanstalt, mit 60 Kabinen, eine Bootshütte, Liege- und Spielwiesen, Parkanlagen, bei einem Gesamtausmaß von rund 15 000 Quadratmetern verbauter und unverbauter Fläche in herrlicher Umgebung bieten vielfältige Erholungsmöglichkeiten." Im ersten Jahr des Bestehens als Erholungsheim, 1967, zählte man 4 500 Nächtigungen. In den 1970er-Jahren waren es bereits 21 000. Die Pensionisten der OKA konnten das Heim nur mehr in den Nebensaisonen nutzen.

1976 kam es zu einem Umbau. 2001 wurde das Haus nochmals renoviert und in "Kaplan Haus" umbenannt. Aber seither ging die Auslastung immer weiter zurück. Die letzten Jahre wurde es von Beatrix Lackner geführt.

Im Herbst 2012 hätte das Kaplan-Haus abgerissen werden sollen. Doch dazu kam es nicht. Im Winter 2011/2012 die Berliner "Hotelgruppe Travel Charme Hotels & Resorts" von der Energie AG das Kaplan-Haus übernommen. Im Bieterverfahren gaben das stimmige Konzept für die Weiterentwicklung des Hauses und die jahrelange Erfahrung der Gruppe den Ausschlag. Die regionale Verankerung des Hotels ist "Travel Charme Hotels & Resorts" besonders wichtig. Auf dem 1,5 Hektar großen Areal am Ufer des Wolfgangsees soll ein fünf-Sterne-Hotel mit 240 Betten gebaut. Die Eröffnung war für das Frühjahr 2014 geplant, Experten bezifferten die Investitionssumme mit rund 30 Millionen Euro. 2023 stand jedoch immer noch kein Neubau.

2014 hätte mit dem Bau eines neuen Hotels begonnen werden. Aber Anrainerbeschwerden und ausstehender Bewilligungen verzögerten diesen. 2016 gab es einen neuen Versuch. Aber auch dieser wurde nicht umgesetzt.[1]

Den neuen bayerischen Investoren in Bad Gastein gehört seit dem Frühjahr 2018 auch das ehemalige Kaplan-Haus. In die Pläne für ein neues Luxushotel kamen damit wieder Bewegung. Das Kaplan-Haus sollte einem Neubau weichen.[2] Nachdem dann 2019 neue Pläne vorgestellt wurden, sah es nach einer Verwirklichung aus. Dann aber platzten aber auch diese Pläne wieder. Wie im Sommer 2021 die "IschlerWoche" berichtete, gab es dann nun wieder einen neuen Interessenten, Hirmer Immobilien. Auch er biss sich die Zähne an diesem Hotelprojekt aus und zog sich im Sommer 2021 wieder von diesem Projekt zurück.[1]

Dann wurde bekannt, dass das ehemalige Kaplan-Haus durch Günther Wiesinger übernommen wird, der ein renommierter Arzt und Gesundheitsunternehmer in Wien ist. Er betreibt unter anderem auch das Schloss Kurhotel Strobl bereits in zweiter Generation, das mit ca. 45 000 Nächtigungen (ganzjährig geöffnet) zu einem der Leitbetriebe am Wolfgangsee zählt.[1]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 www.meinbezirk.at, 14. Juli 2021
  2. www.sn.at, 26. Juli 2018