Motorradrennen Trabrennbahn 1928

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Am 26. August 1928 fand ein Motorradrennen auf der Trabrennbahn in damals noch Aigen, heute Salzburg-Parsch statt.

Allgemeines

Die Veranstaltung fand bei günstigem Wetter und die Preisverteilung um 20 Uhr im Stieglkeller statt. Es wurde zehn Rennen durchgeführt.

Die Ergebnisse

  • 1. Rennen bis 175 cm³, zehn Runden = zehn Kilometer
sechs am Start
  1. Schwarz, Salzburg, MZ, 9:02,2 min.
  2. Franz Kofler, Seewalchen, Puch, 9:06,2 min.
  3. Grazer, Bad Ischl, Puch, 10:11 min.
  • 2. Rennen bis 250 cm³, zehn Runden = zehn Kilometer
sechs am Start
  1. Karl Abarth (zu Abarth siehe Rennen 1932), Abarth, 8:52 min.
  2. Rudolf Stockinger, Salzburg, Radco, 8:53 min.
  3. Franz Kofler, Seewalchen, Puch, 9:57 min.
  • 3. Rennen bis 350 cm³, zehn Runden = zehn Kilometer
sechs am Start
  1. Jockisch, Altheim, RF, 7:58,2 min.
  2. Hans Stumpf, Salzburg, Raleigh, 8:04 min.
  3. Karl Hofmann, Wien, Calthorpe, 8:09 min.
  4. Karl Abarth, Wien, Abarth, 9:11 min.
Gegen dieses Rennen wurde Protest eingebracht, da dem Sieger Jokisch am Start die Maschine angeschoben wurde. Die Entscheidung musste die Sportkommission in Wien fällen. Ergebnis noch nicht gefunden.
  • 4. Rennen, darüber sind in der Quelle keine Angaben enthalten
  • 5. Rennen Motorräder mit Beiwagen bis 1 000 cm³, 15 Runden
zwei am Start
  1. J. Schallowitz, Wien, Radco, 12:58 min. im Alleingang, da Janitschek schon nach den ersten Runden aufgab
  • 6. Rennen Motorräder bis 500 cm³, 15 Runden
sieben am Start
  1. Josef Peppi Walla, Wien, A.J.S., 10:54 min.
  2. Machu, Wien, New Hudson, 10:56 min.
  3. Morawitz, Altheim, Rudge, 11:19 min.
  4. Karl Bohmann, Wien, Calthorpe, 11:58 min.
Ein erbitterter Kampf zwischen Walla, dem großen österreichischen Bahnfahrer und Machu prägte dieses Rennen, in dem aber Walla die schnellere Maschine hatte. Machu hingegen war der bessere Fahrer in den Kurven und kam dabei immer wieder an Walla heran und waren dann am Ausgang der Kurven fast nebeneinander. Dann zog Walla auf der Geraden wieder davon und kam so in der letzten Runde mit 1,6 Sekunden Vorsprung durchs Ziel.
  • 7. Rennen Motorräder bis 350 cm³, zehn Runden
vier am Start
  1. Hans Stumpf, Salzburg, Raleigh, 8:46 min.
  2. Paul Koppenwallner I., Salzburg, Royal Enfield, 9:25 min.
  • 8. Rennen Motorräder bis 100 cm³, 15 Runden
acht am Start
  1. Peppi Walla, A.J.S., 10:48 min.
  2. Machu, Wien, New Hudson, 10:54 min.
  3. Morawitz, Altheim, Rudge, 10:54 min.
  4. Karl Bohmann, Wien, Calthorpe, 11:59 min.
Die ersten Drei waren alle Runden dicht hintereinander, bis Walla langsam einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte. Dafür entstand dann um den zweiten Platz ein erbitterter Zweikampf. Morawitz kam innen in die Kurven und zwang so Machu auf einen ungünstigeren Außenkurs. Das ging so bis in die letzte Kurve. Machu holte das Letzte aus seiner Maschine und ging mit halber Radlänge Vorsprung als Zweiter über die Ziellinie.
  • 9. Rennen Motorräder bis 350 cm³, 15 Runden
sechs am Start
  1. Franz Gaisberger, Salzburg, A.J.S., 11:28 min.
  2. Hans Stumpf, Salzburg, Rudge, 11;29 min.
Zuerst lag Gaisberger in Führung, fuhr die Kurve bedächtig an, während Stumpf in diese kühn einbricht und versucht, die Innenbahn zu erreichen. Das konnte Gaisberger zwei Mal verhindern, bis Stumpf seine höhere Geschwindigkeit auf der Gerade ausnutzt und als Erster in die Kurveninnenbahn einbiegt. Das geht so bis zu vorletzten Runde. Gaisberger konnte aber Stumpf' Taktik in der letzten Runde ausnutzen und kam als Erster und begeistertem Beifall der Zuschauer ins Ziel.
  • 10. Rennen um den Preis der Stadt Salzbur, 25 Runden
Startpflicht für den Sieger aus dem 1., 2., 6. und 7. Rennen sowie den Fahrern mit den besten Durchschnittszeiten, sechs waren dann am Start
  1. Peppi Walla, A.J.S., 17:46 min.
  2. Machu, Wien, New Hudson, 17:50 min.
  3. Karl Bohmann, Wien, Calthorpe, 19:42 min.
  4. Jockisch, Altheim, RF, 19:48 min.
Walla startet geschickt und konnte in diesem schweren Rennen diesen Startvorsprung als Sieger ins Ziel bringen. Zwischen Machu und Morawitz entbrannte ein heißer Kampf um Platz zwei, bis Morawitz in der Kurve der letzte Runde stürzte und ausschied. Der Sturz sah gefährlich aus, doch er verlief glimpflich. Morawitz kam mit einer Knöchelprellung davon. Schwarz musste wegen Kettenriss aufgeben.

Quellen