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Ferdinand-Hanusch-Platz

Teil des Platzes mit dem AVA-Haus im Hintergrund, Juli 2007
Ferdinand-Hanusch-Platz und Griesgasse, im Hintergrund das Museum der Moderne, Aufnahme Juli 2007

Der Ferdinand-Hanusch-Platz kurz:Hanuschplatz ist ein Platz im linken Stadtzentrum von Salzburg an der Salzach zwischen dem Franz-Josefs-Kai und der Griesgasse. Der Platz ist heute ein wichtiger Verkehrsknoten im Salzburger Verkehrsverbund und des StadtBus.

Inhaltsverzeichnis

Name

Seit dem 30. April 1905 ist dieser Platz nach Ferdinand Hanusch (* 1866; † 1923) benannt, einem sozialdemokratischen Politiker, Mitschöpfer der österreichischen Sozialpolitik und Arbeiterdichter des 19. Jahrhunderts. Bis zum Abriß der Realschule wurde der Platz von den Stadtbewohnern auch Realschulplatz genannt. Historische Namen vor 1905 sind Fleischbankplatz oder Griesplatz bzw. nur Gries (wie auch die Griesgasse und Gstättengasse nach dem nur schwer bebaubaren Schwemmsand der Salzach benannt, der hier den Untergrund bildet).

Geschichte

Ursprünglich lag der "Platz" vor den Stadttoren an der Salzach. Die Salzach, ein damals noch unregulierter Fluss mit wiederkehrenden Überschwemmungen, war für die Bewohner zu unsicher. Um Seuchen in der Stadt zu verhindern, siedelte dann Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Fleischer von der alten hölzernen Stadtbrücke an den Gries, wo sich heute etwa der Fisch Krieg befindet.

In den 1930er-Jahren befand sich am Hanuschplatz die zentrale Abfahrtsstelle des Autobusunternehmens Albus für Ausflugsfahrten sowie Fahrten auf den Gaisberg und die neu erbaute Großglockner Hochalpenstraße.

Gebäude und Bauwerke

AVA-Haus

Hauptartikel: AVA-Haus

Schon im 19. Jahrhundert verschwanden die Fleischerbuden und es entstand ein Platz. Dort, wo heute (2013) das AVA-Haus emporragt, befand sich bis 1969 das Bundesrealgymnasium, das sich heute in der Akademiestraße befindet. 1874 wurde dort anstelle der Paris-Lodron´sche Kaserne die Realschule errichtet und die Bürgerschule Salzburgs untergebracht.

Mississippi-Dampfer

Am 8. Juni 1955 wurde eine ganz besondere "Institution" am Hanuschplatz eingeweiht: der legendäre "Mississippi-Dampfer". Trotz zahlreicher Proteste wird das Projekt von Architekt Josef Becvar am 24. Februar 1954 baubehördlich genehmigt.

Der "Mississippi-Dampfer" war eine Verkehrsinsel in Form eines Dreiecks zwischen der Griesgasse und dem Franz-Josefs-Kai. Dort befanden sich

  • das Zeitkartenbüro der Salzburger Stadtwerke: man kaufte sich für eine "Zeitkarte" monatlich eine Marke, die zum Benützen der Stadtbuslinien berechtigte; dort erhielt man auch die – noch selbst zu bezahlenden – Schülerfahrausweise, ebenfalls jeden Monat mit einer Marke zu bekleben; weiters war es Aufenthaltsraum für die Busfahrer, die am Hanuschplatz Pausen machten;
  • die Zuckerl Lilli, ein Süßwarengeschäft auf etwa vier mal vier Metern mit den berühmten "Fizzers";
  • ein Café-Restaurant Centro mit kleiner Dachterrasse zur Staatsbrücke hin;
  • ein Imbiss, das Pfiff;
  • ein Obst- und Gemüseladen;
  • ein Gemischtwarenhändler;
  • im Keller eine öffentliche Toilette.

Diese Verkehrsinsel wurde 1974 im Zuge der Neugestaltung des AVA-Hauses abgerissen.

Nonstop-Kino

Hauptartikel: Nonstop-Kino

Auf der Altstadtseite der Griesgasse befand sich das Nonstop-Kino, das heute nicht mehr existiert.

Löwenkopf-Brunnen

Hauptartikel: Löwenkopf-Brunnen (Ferdinand-Hanusch-Platz)

Der Löwenkopf-Brunnen, ein Trinkwasserbrunnen. Im Bereich der vorbeiführenden Griesgasse gibt es auch einen Trinkwasserspender.

Bildergalerie

Bilder

 Ferdinand-Hanusch-Platz – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Links

Quellen