Vogelfütterung

Aus Salzburgwiki
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Ganzjahresfutterstelle für Singvögel in Tenneck
Tauben in Stadtgebieten. Sie richten Schäden an Gebäuden und Denkmälern an und führen zu hygienischen Problemen
Eine junge Sturmmöwe jagt auf dem Zeller See einem Stockentenweibchen das Futter ab

Vogelfütterung erfolgt in Gärten, auf Balkonen, in Parks und an Gewässerufern und bezweckt die Unterstützung wild lebender Vögel durch zusätzliches Nahrungsangebot. Es werden fertig verpackte und in Supermärkten angebotene Vogelfuttermischungen verfüttert, aber auch Reis, Mais oder Essensreste ausgestreut.

Allgemeines

Die meisten Vogelfutterstellen in Hausnähe werden im Winterhalbjahr betrieben und zielen auf die Unterstützung heimischer Singvögel ab. Manche Vogelliebhaber betreiben ihr Futterhaus auch ganzjährig. Vogelfütterung und Vogelbeobachtung ist darüber hinaus Liebhaberei und dient oft dem Zeitvertreib. An vielen zugänglichen Gewässerufern und in Parks im städtischen Bereich sind daher Menschen zu beobachten, die in falsch verstandener Tierliebe zum eigenen Ergötzen Tauben oder Schwimmvögel wie Höckerschwäne, Stockenten und Blässhühner füttern.

Für und Wider

Die Vogelfütterung ist immer wieder umstritten und die Fütterung von Tauben und von Schwimmvögeln ist aus mehreren Gründen problematisch. So wird die Taubenpopulation durch Fütterung gestärkt, was zu hygienischen Problemen etwa in der Stadt Salzburg führt, Allergien auslösen und durch den ätzenden Kot massive Schäden an Gebäudefassaden wie dem Salzburger Dom und anderen bedeutenden historischen Gebäuden verursachen kann.

Die Fütterung der Schwimmvögel an Teichen und Seen wie beispielsweise am Leopoldskroner Weiher trägt ebenfalls zur künstlichen Vergrößerung des Bestandes bei und führt darüber hinaus zur Verschmutzung der Gewässer. Die Bejagung eines zu schädlicher Anzahl angewachsenen Bestandes – etwa der Stockenten und der Blässhühner am Zeller See und im Naturschutzgebiet Zeller See – führt mitunter zu Unmut und Protesten.

Die Unterstützung von Singvögeln im Winterhalbjahr, sofern sie in der richtigen Weise erfolgt und somit nicht dazu beiträgt, dass sich Krankheiten unter den Vögeln verbreiten, erscheint inneralpin auch aus ornithologischer Sicht sinnvoll. Auch die Ganzjahresfütterung von Singvögeln hat einige sachliche Argumente für sich.

Salzburgspezifisches

Im Salzburg Zoo gibt es – was die Vogelfütterung betrifft – eine Besonderheit: Freilebende Nachkommen einer früheren Gefangenschaftspopulation an Gänsegeiern werden alle zwei Tage inmitten des Zoogeländes von Zoomitarbeitern gefüttert, was die Zoo-Besucher gerne beobachten. Und als Gundula, das Gänsegeierweibchen, im Jahr 2012 mehrere Tage hintereinander nicht am Futterplatz erschien, löste das landesweit Rätselraten über den Verbleib des Vogels und diesbezügliche Befürchtungen aus.

Quellen