Mais

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Reifer Maiskolben
Erntereifes Kukuruzfeld
Maschinelle Ernte
Ausgelöste Maiskörner als Endprodukt der Erntemaschine
Handgeerntete, zum Trocknen aufgehängte Maiskolben

Mais, in Österreich auch Kukuruz genannt, ist eine Getreideart, die auch im Bundesland Salzburg angebaut wird.

Allgemeines

Mais stammt aus Mexiko und wurde ursprünglich von dort nach Europa importiert. Er ist eine Pflanzenart, die zu den Süßgräsern zählt. Maispflanzen sind kräftig gebaut und erreichen Wuchshöhen von bis zu drei Metern. Die Maiskolben enthalten im gereiften Zustand Maiskörner, die je nach Sorte weiß, goldgelb, rot oder schwarzviolett gefärbt sind. Die Maispflanzen blühen zwischen Juli und September.

Abstammung

Das Wildgras Teosinte ist der wilde Vorfahr der Maispflanzen. Noch heute entstehen hybride Pflanzen, wo immer dieses Wildgras und eine Maispflanze nahe bei einander stehen. Der heutige Kulturmais ist eine der größten Domestizierungsleistungen des Menschen. Erstmals wurden Maispflanzen um 1000 vor Christi kultiviert.

Geschichte der Maispflanze in Europa

Christoph Kolumbus brachte die Pflanze aus der Karibik erstmals nach Europa. Der Maisanbau breitete sich zuerst im östlichen Mittelmeerraum aus. Bereits 1574 bestanden erste Felder in der Türkei und am oberen Euphrat. Die Zucht der Pflanze begann aber erst nach den krankheitsbedingt großen Ernteausfällen bei den Erdäpfeln. Man züchtete Sorten, die für das etwas strengere mitteleuropäische Klima geeignet schienen. Am Beginn diente der Mais in der Landwirtschaft vorwiegend der Grünfuttergewinnung. Der Maisanbau weitete sich in Europa erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus.

Maisanbau im Bundesland Salzburg

In Salzburg werden Silomais (Basis für Maissilage) und Grünmais (Grünfutter) gepflanzt . Laut Grünem Bericht Salzburg 2007 – 2009 nimmt aber der Ackerbau im Bundesland Salzburg klimatisch bedingt ständig ab. Inklusive Wechselgrünland bestanden im Jahr 2009 insgesamt 6.327 ha Ackerland, während die Ackerfläche 1970 noch 37.239 ha betragen hat. Das entspricht einer Reduktion auf ein Sechstel der 1970 genutzten Fläche.

Die im Berichtszeitraum bestehende Ackerfläche verteilte sich auf den Anbau von Weizen, Roggen, Wintergerste, Sommergerste, Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen), Hafer, Silomais und Grünmais.

1970 wurden auf 164 ha Silomais gepflanzt, 2009 hingegen auf 598 ha, eine Steigerung um das Dreieinhalbfache. Beim Grünmais ist es genau umgekehrt. 2009 wurde nur noch auf 113 ha Grünmais kultiviert, während im Jahr 1970 noch 1.357 ha Ackerland mit Grünmais bepflanzt waren. Das ist nur mehr ein Zwöftel der noch 1970 für Grünmais verwendeten Ackerfläche.

Den Hintergrund dieser Entwicklung bilden die rückläufigen Preise für Getreide und das Auseinanderklaffen zwischen den Erträgen in Gunstlagen und den in Salzburg gegebenen niederschlagsreicheren Ungunstlagen.

Quellen

  • Grüner Bericht Salzburg 2007 – 2009
  • Deutsche Wikipedia, Stichwort Mais