Walter Hörl

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Schulrat Walter Hörl (* 30. März 1933 in Zell am See) war und ist immer noch ein Tennisspieler.

Leben

Seit 1953[1], seinem Matura-Jahr, ist Tennis die große Liebe des Pinzgauers. Vorher war der damals elitäre Sport einfach zu teuer. Und so spielte er während seiner Mittelschulzeit beim SAK und UHC Handball – mit Erfolg, Hörl wurde mehrmals in die Landesauswahl berufen. Nebenbei übte er bereits Tennis: Als Schläger fungierte ein Holzbrett, Spielfeld war der Hof des alten Feuerwehrhauses in Zell am See.

Die Tenniserfolge stellten sich rasch ein: 1957 wurde Hörl Landesmeister im Doppel, zusammen mit seinem jüngeren Bruder Georg. Damit begann ein richtiger Erfolgslauf, der bis heute anhält. Unterbrochen wurde die sportliche Karriere 1960 durch einen tragischen Unfall. Bei der Heimfahrt von einem Freundschaftsspiel in Mühldorf am Inn (Bayern) stürzte das Auto mit Walter Hörl und weiteren Passagieren 60 Meter tief in die Weißbachschlucht. Sein Bruder Georg und zwei weitere Tennisfreunde verloren dabei ihr Leben.

Neben dem aktiven Tennisspiel fungierte Walter Hörl als Funktionär und Schiedsrichter. Er war Referent im Landesverband (STV) und bildete viele Schiedsrichter aus. Bei großen internationalen Turnieren wurde er als Schieds- und Linienrichter eingesetzt. Er leitete Semifinal- und Finalspiele in Kitzbühel und in der Wiener Stadthalle. Er war Schiedsrichter beim Daviscup gegen Dänemark in Bergheim. 1988 war Hörl Chef der Linienrichter bei der legendären Daviscup-Begegnung Österreich – Großbritannien. Thomas Muster, Alexander Antonitsch, Horst Skoff und Michael Oberleitner fertigten die Briten 5:0 ab und schafften damit den viel umjubelten Aufstieg in die Weltgruppe. auch 1996 war er beim Fed-Cup-Spiel Österreich gegen die USA in Hellbrunn für den Einsatz der Linienrichter verantwortlich. Viele Jahre war Hörl im Vorstand des TC Zell am See und des STC tätig. Er trug viel zum Gelingen der vom TCZ durchgeführten internationalen Turniere bei. Er ist auch Ehrenvorstand im Salzburger Tennisverband.

Nun freut sich Hörl auf die neue Saison in der Klasse 80+. Hier will er wieder zuschlagen, denn als „neuer“ 80er ist er bei den betagten Herren quasi ein „Jugendlicher“. Den Tennissport will er noch lange ausführen, und das trotz zweier künstlicher Kniegelenke (seit 2006) – deshalb nennen ihn Freunde auch den „Walter mit den Eisenknien“, eisern dürfte aber vor allem der Wille des begeisterten Sportlers sein. Er zeigt vor, dass man auch im hohen Alter noch aktiv Sport betreiben kann – und sich dadurch jung hält.

Erfolge

  • 1957 errang Walter Hörl mit seinem jüngeren Bruder Georg erstmals den Landesmeistertitel im Doppel. Diesem folgten weiter zehn Doppel-Landesmeistertitel.
  • Zehn Mal wurde er auch Landesmeister mit dem Team des TC Zell am See.
  • Als Staatsligaspieler des STC Salzburg blieb Hörl ein Jahr lang ohne Niederlage.
  • Bei den Senioren sammelte er bereits mehrere Landesmeistertitel im Einzel, im Doppel und mit seiner Mannschaft des TC Zell am See.
  • Bei österreichischen Meisterschafter wurde er drei Mal Vizemeister im Einzel und oftmals mit Alois Mühlthaler im Doppel.
  • Er holte sich auch einen Staatsmeistertitel (70+, zusammen mit Franz Kochanek, .).
  • Mit dem Team des STC wurde mehrmals Vizemeister und zwei Mal österreichischer Meister.
  • Bei den Weltmeisterschaften wurde er zwei Mal als Playing Captain Vierter von 19 Teams bei der Weltmeisterschaft der Senioren in Manavgat, Südtürkei. Und 2010 gewann er mit Hans Jell (Steiermark), Peter Gradischnigg (Kärnten und Ludwig Hofer (Steiermark) Bronze.

Quelle

  • SN vom 24. April 2018: Maturajubiläum