Benutzer:Peter Krackowizer/Edelweiß Bergpreis Roßfeld Pressetag

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Peter Krackowizer/Edelweiß Bergpreis Roßfeld Pressetag fand am Freitag, den 28. September 2012 statt, exakt ein Jahr vor der eigentlichen Veranstaltung, dem Internationalen Edelweiß-Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden auf der Roßfeld Panoramastraße.

Einleitung

Im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz präsentierte der Veranstalter Joachim Althammer am 28. September 2012 Details zum Roßfeldrennen, das in exakt einem Jahr über die Bühne gehen wird. Mit der Neuauflage der motorsport-historischen Veranstaltung als „Goodwood am Berg“[1] wird an die unvergesslichen Europameisterschafts-Bergläufe am Roßfeld, dem Alpenbergpreis Berchtesgaden, erinnert und außerdem eine Brücke geschlagen zu den legendären Salzbergrennen auf der Schotterstraße zwischen Berchtesgaden und dem Obersalzberg.

Unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundesverkehrsministers Dr. Peter Ramsauer und des Botschafters dieser Veranstaltung, dem zweifachen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, wird mit dieser Neuauflage vom 27. bis 29. September 2013 eine Bühne geschaffen für faszinierende Sport-, Touren-, Renn- und Formelwagen aus dieser Zeit sowie die passenden Servicefahrzeuge, Renntransporter, Polizei-, Feuerwehr- und Krankenwagen. Joachim Althammer erklärt mit Freude: „Deutsche Automobilhersteller öffnen dafür ihre Schatzkammern und bringen entsprechende Juwelen zum Roßfeld. Viele Zeitzeugen wie Teilnehmer, Zuschauer, Sprecher und Funktionäre und die authentische Dekoration und Ausstattung werden zu einer einmaligen Atmosphäre beitragen.

Bereits im Vorfeld der Presseveranstaltung am Ahornkaser hatten die Pressevertreter die Gelegenheit, die für den öffentlichen Verkehr gesperrte „Rennstrecke“ sowie das dekorierte Fahrerlager mit einer Auswahl an historisch wertvollen Rennwägen, Renntransportern und Einsatzfahrzeugen zu besichtigen bzw. zu fotografieren. Bei Taxifahrten auf dem „heißen Sitz“ neben prominenten Rennfahrern wie Jochen Mass und Harald Demuth reisten die Journalisten selbst in die große Epoche der Berg-Europameisterschaft zurück und gewannen einen Eindruck von der prächtigen Bergkulisse Berchtesgadens.

Beim Pressegespräch waren neben dem Veranstalter zahlreiche Vertreter verschiedener Organisationen und Sponsoren sowie aus Gemeinde, Verwaltung, Behörden und Tourismus anwesend, u. a. standen AvD-Generalsekretär Matthias Braun, Rennleiter Bernd Buchwinkler und Rennfahrer-Legende Jochen Mass Rede und Antwort. Im Anschluss daran erfolgte die Enthüllung und Weihung der neu geschaffenen Gedenktafel zur Erinnerung an Lodovico Scarfiotti. Der italienische Formel 1- und Sportwagenpilot war 1968 beim Training am Roßfeld tödlich verunglückt.

Und wie auch bei der vom Veranstalter Joachim Althammer seit Jahren durchgeführten „Edelweiß Classic“ wird auch der „Internationale Edelweiß Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden“ den Benefizgedanken aufnehmen: Der gesamte Reinerlös kommt geistig behinderten Menschen im Berchtesgadener Land zugute und hilft mit, deren Leben zu erleichtern und zu verschönern. Alle Beteiligten sind sich einig, dass diese motorsportliche Zeitreise auch für Gäste aus aller Welt ein besonderes Erlebnis wird und ein absoluter Höhepunkt im Terminkalender für Oldtimer- und Rennsportfreunde.

Rückblick

Mit 94 Stundenkilometer die Roßfeld-Straße hinauf

Gerhard Mitter, späterer mehrfacher Automobil-Bergeuropameister aus Böblingen steht mit seinem Mitter-DKW am Start bei der Mautstelle-Süd der Roßfeld-Panoramastraße am Obersalzberg bei Berchtesgaden. Noch einmal steigert er die Drehzahl, während Joachim Maria Wohlgeschaffen die Startflagge hebt und mit der rechten Hand die letzten fünf Sekunden vor den Augen Mitters herunter zählt: fünf – vier – drei – zwei – eins – Start. Wohlgeschaffen gibt die 5,9 Kilometer lange Rennstrecke für Gerhard Mitter frei. Unter Aufheulen des 3-Zylinder 2-Taktmotors, der 95 Pferdestärken entwickeln kann, driftet Mitter in die erste Kurve und beginnt die 700 Höhenmeter zu erklimmen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 93,99 km/h oder 3:49,8 Minuten später senkt sich die Zielflagge auf 1 500 Meter Seehöhe – Gerhard Mitter gewinnt am 16. Juni 1960 in der Rennwagenklasse das internationale Roßfeld-Bergrennen.

Auffahrt in einem Jaguar im Rahmen des Pressetags 2012

52 Jahre später, am Freitag, den 28. September 2012, rollt Sigi Huber, ehemaliger Rallye-Europameister, mit seinem Jaguar Typ E Serie 1, 3,8 Liter, Baujahr 1963, 360 PS, an den Start bei der Mautstelle Süd. Es ist Pressetag für den im kommenden Jahr stattfindenden „internationalen Edelweiß Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden“, Peter Krackowizer hat den Hosenträger-Sicherheitsgurt festgezurrt, seine Nikon-Kamera schussbereit in Händen. Bernd Buchwinkler hebt die Startflagge. Sein Vater Hans war Rennleiter aller historischen Rennen am Roßfeld von 1958 bis 1977. Kommendes Jahr wird der Sohn Bernd die 150 erwarteten Fahrzeuge auf die Strecke schicken. Joachim Maria Wohlgeschaffen, einst Starter, hält nun den Holzstartklotz unter das Hinterrad des Jaguars von Huber, damit dieser nicht mehr auf der Bremse stehen muss, sondern nur auf Kupplung und Gas stehen kann. Bernd Buchwinkler hebt seine rechte Hand und zählt die letzten fünf Sekunden herunter: fünf – vier – drei – zwei – eins, die Startflagge senkt sich, Sigi Huber lässt die 360 PS aufheulen und entschwindet mit mir in die erste Linkskurve. Der Reihensechszylinder unter der Motorhaube scheint nur leise zu schnurren, während Sigi Huber in die erste lange Geraden hinaus beschleunigt. 4 000 Umdrehungen pro Minute zeigt der Drehzahlmesser, die Geschwindigkeit kann ich nur schätzen – 90 km/h? 100 km/h?

360 Pferdestärken treiben den Jaguar Richtung Ziel

Am Straßenrand tauchen immer wieder Streckenposten des ISSC-Austria-Streckenpostenclubs des Salzburgrings auf. Obwohl es sich heute nur um einen Pressetag handelt, hat Veranstalter Joachim Althammer die Veranstaltung so realistisch und so sicher wie möglich organisiert. Licht- und Schattenstreckenabschnitte wechseln sich ab. Manche Stellen des Asphalts sind noch von Morgentau nass, andere wiederum bereits aufgetrocknet, es ist kurz nach 11 Uhr Vormittag. Die Strecke ist zwar abgesperrt, doch kommen uns immer wieder andere Teilnehmer dieser Presseveranstaltung mit ihren Fahrzeugen entgegen. Daher, meint Sigi Huber, kann er nicht „wirklich aufdrehen“. Für eine Idee, wie sich Renntempo anfühlen könnte, reichen Geschwindigkeit und fahrerisches Können von Sigi Huber allemal aus. Schade nur, dass meine Bilder nicht die leichten Fliehkräfte in den Spitzkehren zeigen können. Die Zielflagge fange ich dann wieder mit meiner Kamera ein und wir rollen zur Ahornkaser-Hütte aus, wo sich alle zur Pressekonferenz treffen. Zeit habe ich keine gestoppt. Ein Erlebnis war es jedenfalls!

Bilderlink

Quelle

Fußnoten