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Berchtesgadener Land

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Blick von Osten ins Berchtesgadener Land, Bildmitte das Kehlsteinhaus oberhalb des Obersalzberges. Links der Watzmann-, rechts dahinter der Hochkalterstock, rechts unten Berchtesgaden.
Wallfahrtskirche Maria Gern im Berchtesgadener Land, in der Mitte die Schönfeldspitze und rechts der Watzmann.
Blick von Norden ins Berchtesgadener Land, links im Nebel der Königssee, rechts erhebt sich der Watzmannstock, im Hintergrund, der Spitz, ist die Schönfeldspitze im Steinernem Meer im Pinzgau. Rechts der Hochkalterstock.
Blick ins Berchtesgadener Land
Silhouetten von Bergen des Berchtesgadener Landes
Blick in das Berchtesgadener Land von der Kneifelspitze bei der Wallfahrtskirche Maria Gern.
die markanten Drei (von links Watzmann-, Hochkalter- und Untersbergstock).
Watzmannstock mit St. Bartholomä am Königssee

Das Berchtesgadener Land, das heute zum politische Landkreis Berchtesgadener Land gehört, bildet den südöstlichsten Teil Bayerns innerhalb des Regierungsbezirks Oberbayern. Er gehört zur EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein.

Inhaltsverzeichnis

Das Berchtesgadener Land und die Geschichte Salzburgs

In der Römerzeit umfasste das Salzburger Iuvavum das gesamte Gebiet des Berchtesgadener Landes und wurde vom Zentrum aus, der heutigen Stadt Salzburg, verwaltet. Unter den Baiernherzögen war es Teil des Salzburggaus, aber bereits nicht mehr von Salzburg aus, sondern von München aus regiert. Zum unter Rupert von Worms 739 gebildete Bistum Salzburg gehörte das Gebiet bereits nicht mehr. In der Salzburger Kirchenprovinz des Mittelalters bildete das Berchtesgadener Land eine Enklave und war exemte Fürstpropstei (Exemtion bezeichnet die Begründung einer rechtlichen Sonderstellung).

Noch vier Mal hatte es kurze gemeinsame Geschichte mit Salzburg: Berchtesgaden stand von von 1393 bis 1405/1407 unter der Verwaltung von Salzburg. Im Salzkrieg 1611 besetzte der Salzburger Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für einige Tage das Gebiet, bevor er vor dem herannahenden bayerischen Heer floh und letztlich gefangengenommen wurde. Und ein drittes Mal in den Jahren 1803 bis 1805 als Teil des Kurfürstentum Salzburg, und von 1806 bis 1809 als es zusammen mit dem Herzogtum Salzburg als Fürstentum Berchtesgaden zum Kaisertum Österreich gehörte.

Weitere geschichtliche Verbindungen ergeben sich im Bereich des Salzabbaus, der grenzüberschreitenden Gebirge, der einstigen Bahnverbindung mit der Roten Elektrischen und einigen anderen Punkte.

In Ramsau bei Berchtesgaden wirkte der Textdichter des Weihnachtsliedes Stille Nacht! Heilige Nacht! für einige Wochen als Aushilfspfarrer.

Dieser Artikel gibt eine Einführung in das Berchtesgadener Land unter weiterführenden Links zu Salzburg-relevanten Beiträgen. Darüber hinausgehende Informationen werden hier nicht angeboten.

Geografie

Das Berchtesgadener Land umfasst das Gebiet der Berchtesgadener Alpen zwischen der Saalach im Westen und der Salzach im Osten. Es wird vom Steinernen Meer im Süden, dem Untersberg- und dem Göllstock im Osten begrenzt. Im Süden befindet sich der Nationalpark Berchtesgaden mit Zentrum Königssee unter dem 2 713 m ü. A. hohen Watzmannstock-Hauptgipfel.

Märkte und Gemeinden

Zum Berchtesgadener Land gehören:

Geschichte

 
Alte Karte: Landkreis Berchtesgaden im 18. Jahrhundert

Aufzeichnungen der Augustiner ist zu entnehmen, dass sie im 11. Jahrhundert mit Rodungsarbeiten im Gebiet von Berchtesgaden begannen. Die Stiftskirche von Berchtesgaden wurde 1122 geweiht.

Bis ins 12. Jahrhundert lässt sich auch die Geschichte rund ums Salz im Berchtesgadener Land zurück verfolgen. Damals wurden bei Schellenberg erste Salzvorkommen entdeckt. Dort ist auch um 1220 die erste Saline zur Weiterverarbeitung entstanden, die bis 1805 betrieben wurde. Im Markt Berchtesgaden ist im Jahre 1517 mit dem Anschlagen des Petersberg-Stollen mit dem Salzabbau begonnen worden. Die hier erzeugte Sole wurde erst zur Saline nach Schellenberg, ab 1555 in die neu errichtete Saline Frauenreuth in Berchtesgaden (Gelände des heutigen Bahnhofes) geleitet.

Die reichen Salzvorkommen und ihrer Verwertung brachten Reichtum und Wohlstand und die Ernennung von Berchtesgaden zur Fürstpropstei. Salz war es auch, dass mehrmals zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Erzbistum Salzburg führte (u. a. zur Entmachtung von Wolf Dietrich von Raitenau, Salzkrieg 1611).

Berchtesgaden stand von 1393 bis 1404 kurz unter der Verwaltung von Salzburg. Erst mit der allgemeinen Säkularisation im Jahre 1803 wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden. 1810 kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die darauf folgenden Jahrzehnte zeigen das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Erst waren es Künstler, dann Alpinisten, bis schließlich der allgemeine Fremdenverkehr einsetzte, der auch heute noch dominiert.

Bayern übernahm 1816 verwaltungsmäßig die bestehende Dreiteilung des Berchtesgadener Lands. Erst durch die allgemeine Landkreisgebietsreform in Bayern 1972 entstand schließlich der heutige Landkreis Berchtesgadener Land, der aus diesen drei Gebietskörperschaften (unter Abtrennung des nördlichen Laufener Gebietes) gebildet wurde.

Das Wappen des heutigen Landkreises Berchtesgadener Land

 
Wappen des Landkreises Berchtesgadener Land

Die offizielle Beschreibung lautet: „Über Schildfuß mit den bayerischen Rauten gespalten von Gold und Blau; vorne ein rot bewehrter schwarzer Löwe, hinten schräg gekreuzt ein goldener und ein silberner Schlüssel.

In diesem Wappen lässt sich gut die einstige politische Zugehörigkeit der drei Landkreisteile erkennen. Der so genannte „Salzburger Löwe“ aus dem Wappen des Landes Salzburg symbolisiert den im Landkreis liegenden Teil des Rupertiwinkels, der jahrhundertelang zum Fürsterzbistum Salzburg gehört hat.

Die gekreuzten Schlüssel im Landkreiswappen sind das Attribut des Apostels Petrus, des Patrons der Fürstpropstei Berchtesgaden und waren auch in deren Wappen zu finden. Sie stehen für das Gebiet der ehemaligen Fürstpropstei Berchtesgaden. Die Berchtesgadener Schlüssel sind hier in einem blauen Feld dargestellt, obwohl sie im historischen Wappen der Fürstpropstei und auch im heutigen Marktwappen von Berchtesgaden einen roten Hintergrund haben.

Die bayerischen Rauten im Schildfuß schließlich symbolisieren die Stadt und das ehemalige Landgericht Reichenhall, die zu allen Zeiten zu Bayern gehörten. Die Rauten sind hier in fast senkrechter Laufrichtung angeordnet. Diese müssten richtigerweise von links oben nach rechts unten verlaufen, heraldisch „schrägrechts“ genannt, wie sie zum Beispiel im Stadtwappen von Bad Reichenhall zu sehen sind.

Kugelmühlen

Hauptartikel: Kugelmühle

Kugelmühlen stellten aus den Steinen der Berge des Untersbergstocks allerlei her. Die älteste noch erhaltene Kugelmühle befindet sich beim Eingang zur Almbachklamm im Berchtesgadener Land.

Sehenswürdigkeiten und Besichtigungsmöglichkeiten

Kirchen

Bilder

  Berchtesgadener Land – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks

Quellen