Obersalzberg

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Untersbergblick vom Obersalzburg, von unterhalb des Hotels Intercontinental Berchtesgaden Resort, unter dem Untersberg ist die Wallfahrtskirche Maria Ettenberg sichtbar
Karte
Obersalzberg, Eingang ins Dokumentationszentrum
Am Obersalzberg; Parkplatz für das Dokumentationszentrum

Der Obersalzberg ist ein Hochplateau östlich oberhalb von Berchtesgaden und unterhalb der Roßfeld Panorama Straße im Berchtesgadener Land.

Allgemeines

Der Obersalzberg war bis 1933 ein Erholungsgebiet mit Bergbauernhöfen, Hotels, Gasthäusern, Pensionen und einem Kindersanatorium. Bis 1937 verloren dort alle 55 Privateigentümer ihren Besitz, zum Teil durch Zwangsverkäufe, an die Machthaber des Dritten Reichs. Der Obersalzberg wurde zum hermetisch abgeschlossenen Sperrgebiet. Hier entstand der so genannte "Führerbesitz" mit Adolf Hitlers "Berghof". Der Obersalzberg, seit 1923 Hitlers Feriendomizil, wurde nach 1933 zum zweiten Regierungssitz ausgebaut.

Wenige Tage vor Kriegsende, am 25. April 1945, wurde der Obersalzberg durch einen Bombenangriff der Amerikaner weitgehend zerstört. Die Ruinen des Berghofs, der Häuser Görings und Bormanns sowie der SS-Kaserne wurden 1952 gesprengt. Erhalten blieben nur wenige wenige Bauwerke wie das Kehlsteinhaus und die zwischen 1943 und 1945 errichtete Bunkeranlage. Die unterirdischen Gänge ziehen sich über mehr als sechs Kilometer auf 22 296 Quadratmetern. Das Dokumentationszentrum Obersalzberg hat einen Teil davon zugänglich gemacht. Einen Zugang gibt es auch noch beim Türkenwirt.

Nach Kriegsende beschlagnahmten die Amerikaner alle ehemaligen Parteianlagen für eigene Erholungszwecke, darunter auch größere Hotels im Tal. Nach Freigabe der letzten beschlagnahmten Liegenschaften auf dem Obersalzberg 1996 entschied der Freistaat Bayern, der jetzt Eigentümer dieser Areale ist, dem Obersalzberg mit der Errichtung eines 5-Sterne-Hotels, dem Intercontinental Berchtesgaden Resort, auf dem so genannten "Eckerbichl" wieder Bedeutung als Erholungs- und Tourismusgebiet zu verleihen.

Die Geschichte des Obersalzbergs wird in einem wissenschaftlich fundierten und international anerkannten Dokumentationszentrum präsentiert. Dabei erhält der Besucher Informationen über die Zeit des Nationalsozialismus und insbesondere die Geschichte des Obersalzbergs.

Vom Parkplatz vor diesem Dokumentationszentrum aus fahren auch Pendelbusse zum Lift hinauf, mit dem man das Kehlsteinhaus erreicht.

Bildergalerie

Weblinks

Quellen