Cornelia Löscher

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Cornelia Löscher

Cornelia Löscher (* in Salzburg) aus Elixhausen ist eine der jüngsten Musikprofessorinnen Österreichs.

Vorgestellt

Wenn Cornelia Löscher zu Hause übt, tut sie das meist nicht allein. Sie wird von der eineinhalbjährigen Tochter begleitet, die sich auf einer Spielzeuggeige aus Plastik austobt. "Die habe ich ihr gekauft, damit sie nicht mit meiner spielen will."

Die Mutter spielt auf einer "Michelangelo Bergonzi" aus dem 18. Jahrhundert, einem Leihinstrument mit einem "sehr süßen, warmen Ton", das die Nationalbank zur Verfügung stellt.

Solche Instrumente bekommen nur Ausnahmemusiker. Zu ihnen zählt Löscher, die nächste Woche 30 wird. Die Geigerin hat zahlreiche Wettbewerbe gewonnen, darunter die "Ö1 Geige". Sie tritt solistisch im In- und Ausland auf, ist Konzertmeisterin der Salzburger Hofmusik und Professorin am Joseph-Haydn-Konservatorium in Eisenstadt, wo sie mit ihrem Lebensgefährten und Tochter Carolina lebt.

Wenn Löscher 2010 auf Einladung der Salzburger Kulturvereinigung mit dem e-Moll-Violinkonzert von Felix Mendelssohn in der Universitätsaula auftritt, kehrt die Musikerin an den Ort zurück, an dem ihre Laufbahn begonnen hat. Ihr Solodebüt fand 1998 im Großen Saal des Mozarteums Salzburg mit Paganinis Violinkonzert Nr. 1 statt.

Aufgewachsen ist die Tochter eines Lehrerehepaars in Elixhausen. Die Mutter sang den Kindern früh Lieder vor, der Vater spendete motivierenden Applaus. Später wollte Cornelia Querflöte lernen. Doch es hieß, sie sei für dieses Instrument noch zu klein. So kam Löscher zur Geige, eher "zufällig", wie sie heute sagt. Mit 10 wurde sie in eine Vorbereitungsklasse am Mozarteum aufgenommen, mit 16 begann sie ein Konzertfachstudium. Später wechselte Löscher an die Musikhochschule Saarbrücken, um die Technik zu verfeinern, und an die Musikuniversität Wien, um die Feinheiten der Interpretation zu studieren.

Die frühe musikalische Erziehung hat die Kinder geprägt. Löschers Bruder studiert heute Jazzgitarre in New York, während seine Schwester in den Konzertsälen unterwegs ist.

Leistungsdruck und Lampenfieber: Sie scheinen die Geigerin nicht sonderlich zu plagen. "Was aber sein kann, ist, dass man sich beim Konzert aus Vorsicht zurücknimmt und vielleicht nicht alles so ausdrückt, wie man will." Und wie ist es, die ganze Energie einem Instrument zu widmen? Das falle ihr nicht schwer, sagt Löscher. "Man hat nie das Gefühl, mit dem eigenen Instrument fertig zu sein. Von den Bach-Partiten, die ich aufnehme, habe ich eine schon vor ein paar Jahren eingespielt. Jetzt werde ich sie wieder anders spielen." Auch das Proben sei jedes Mal anders. "Es sind immer andere Musiker, es ist nie dasselbe."

Quellen

Weblinks

Löscher, Cornelia