Dimitri Pappas

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Dimitri Zacharias Pappas (* 12. Dezember 1921 in Raab, Ungarn; † 7. Mai 1999 in Salzburg) war ein Salzburger Unternehmer und griechischer Generalkonsul.

Leben

Pappas wurde in Raab, Ungarn, als Sohn eines Arztes griechischer Abstammung geboren. Er besuchte die Realschule in Wien und übersiedelte nach dem Zweiten Weltkrieg nach Salzburg. 1951 lernten er und sein Bruder Georg den Mercedes-Generalvertreter Günther Wiesenthal kennen, mit dem sie in weiterer Folge die österreichische Mercedes-Benz-Organisation maßgeblich gestalteten. 1957 wurde die Georg Pappas Automobil AG gegründet, Dimitri kümmerte sich vor allem um die Kundenkontakte. 1965 gründete er mit seinem Bruder auch das Bauunternehmen Alpine. Die ideale Synergie aus dem "Kaufmann" Georg und dem "Netzwerker" Dimitri gipfelte in einem stets gelebten Prinzip des gegenseitigen Verstehens und des gemeinsamen Besitzes.

1956 übernahm Dimitri Pappas das Griechische Generalkonsulat in Salzburg, avancierte hier zum längst dienenden Generalkonsul in Österreich und zum Präsidenten der Union des Konsularischen Korps in Österreich. Kulturpolitisch machte er sich als Förderer der Salzburger Festspiele verdient. Seinen Beziehungen war es zu verdanken, dass Herbert von Karajan in den 1960er Jahren Salzburg treu blieb, als er sich aus der Wiener Staatsoper verabschiedete. Die Olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck förderte er durch die Bereitstellung von Spezialfahrzeugen.

Auszeichnungen

Dimitri Pappas wurde österreich- und weltweit mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem:

  • Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1970)
  • Kommandeurskreuz des Ordens Isabel la Catolica (1972)
  • Goldenes Ehrenzeichen des Landes Salzburg (1979)
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1994)
  • Großes Ehrenzeichen des Landes Salzburg (1996)

Quellen

  • Salzburger Nachrichten