Erdbeben Jänner 1792 bei Gmünd in Kärnten

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Im Jänner 1792 ereignete sich eine Serie stärkerer Erdbeben bei Gmünd in Kärnten.

Geschichte

Eine Reihe von Erdbeben erschüttert zwischen 9. und 27. Jänner 1792 das Gebiet um Gmünd in Kärnten. In 19 Tagen wurden mehr als 30 Beben gezählt, wobei sich die stärksten Erdstöße am 9. Jänner um 21.30 Uhr und am 10. Jänner um 02.00 Uhr registriert wurden. Am 14. Jänner fand dann das stärkste Beben unter den Nachbeben statt.

Man nimmt an, dass sich das Epizentrum im nördlichen Liesertal im Bereich von Gmünd befunden hatte. Nach Meinung zweier österreichischer Erdbebenexperten erreichten die stärksten Erdstöße wahrscheinlich die Stärke 6 bis 7 auf der zwölfteiligen „Europäischen Makroseismischen Skala - EMS-98“, einer Weiterentwicklung der "Mercalli-Sieberg-Skala".

Auf der Möllbrücke, im Schloss Lengberg, dem Sitz des Pfleggerichts Stall (Stall im oberen Mölltal) verspürte man nichts, wie aus historischen Berichten in der Quelle zu entnehmen ist.

Ein Monat später, am 12. Februar 1792, brach ein großer Brand in Gmünd aus, der fast die ganze Stadt zerstörte.

Am 21. Februar 1792 brachte Hieronymus Maria Laterano Graf Lodron, der Fideikommissbesitzer der Herrschaft und Stadt Gmünd war, in einem Brief (an den Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo ?) seine Sorge um den weiteren Fortbestand von Gmünd zum Ausdruck.

Schon zur Zeit von Erzbischof Eberhard II. von Regensburg (1200–1246) wurde der Lungau von einem starken Erdbeben heimgesucht, das in mehreren sich über mehr als ein Jahr hinziehenden Einzelbeben unter anderem die Burg Katsch zum Einsturz brachte und die Bewohner der Burg unter sich begrub. Es gab auch eine Burg Rauchenkatsch, die möglicherweise mit der Burg Katsch ident war. Jedenfalls fiel die im Bereich der Gemeinde Krems im Liesertal gelegene Burg Rauchenkatsch einem Erdbeben im Jahr 1201 zum Opfer.

Quelle