Franz Brandl

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Franz (Ritter von) Brandl (*7. April 1833 in Laufen an der Salzach, † 14. April 1896 in Bad Reichenhall) war ein Bauunternehmer.

Leben

Brandl besuchte die Baugewerkschule und war ab ca. 1860 bei der Isarregulierung in München tätig, danach beim Bau der Eisenbahnstrecke Teisendorf-Salzburg und dem Bau der Saalachbrücke. Als selbständiger "Eisenbahnbauakkordant" baute er Strecken in ganz Bayern. 1878 erhielt er die Bauleitung über Schloss Herrenchiemsee, 1881 wurde er mit dem Ausbau von Schloss Neuschwanstein betraut. Die Finanzschwierigkeiten überbrückte er durch Vorfinanzierung und einem persönlichen Kredit.

Nach dem Tod von König Ludwig II. von Bayern endete seine Tätigkeit für die Wittelsbacher. Im Anschluss errichtete er zahlreiche Bauten in Münchens Prinzregentenstraße. Seine enge Verbundenheit mit seiner Heimatstadt zeigte er durch seinen Einsatz für den Bau der Bahnlinie Freilassing-Laufen.

Eine nach ihm benannte Straße führt von Laufen nach Arbisbichl.

Auszeichnungen

  • 1880: Ritterkreuz II. Klasse des Verdienstordens vom hl. Michael
  • 1881: Ritterkreuz 1. Klasse
  • 1884: Ritterkreuz des Verdienstordens der bayrischen Krone (damit verbunden war der persönliche Adel)

Quelle

  • Heinz Dopsch, Hans Roth (Hrsg.): Laufen und Oberndorf - 1 250 Jahre Geschichte, Wirtschaft und Kultur an beiden Ufern der Salzach, Laufen und Oberndorf, 1998, S. 554