Gottfried Kröll

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Gottfried Kröll (* 24. Jänner 1682 in Obernzell bei Passau; † 26. März 1753 in Salzburg) war ein Abt von St. Peter und Professor an der Benediktineruniversität.

Leben

Gottfried Kröll wurde in Obernzell als einziger Sohn des fürstbischöflich-passauischen Richters Johann Gottfried Kröll und seiner Frau Maria Herenböck geboren. Er besuchte zuerst das Gymnasium in Passau und studierte danach Philosophie in Salzburg, wo er 1700 in das Benediktinerstift St. Peter eintrat. Am 30. November 1701 legte Kröll sein Ordensgelübde im Benediktinerorden ab. 1705 wurde er zum Priester geweiht, und 1708 promovierte er zum Doktor der Theologie. In seinem Kloster hatte er verschiedene Ämter inne, deren wichtigstes das Amt des Priors war. 1714 übernahm er zusätzlich zum Priorat die Professur für Kontroverstheologie (Professor Controversiarum fidei), 1716 wechselte er auf den Lehrstuhl für neutestamentliche Exegese der Benediktineruniversität Salzburg. Dann wurde er Superior der Wallfahrtsbasilika Maria Plain, bevor er am 26. Oktober 1741 zum Abt von St. Peter gewählt wurde.

Während seiner Zeit als Abt hatte das Kloster unter den Lasten des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740–1748) zu leiden, durchziehende österreichische und bayerisch-hessische Truppen forderten Einquartierungen und Kontributionen und zehrten die Vorräte auf. Innerklösterlich setzte Kröll sich besonders für die Wahrung der Klosterdisziplin ein. In der neu errichteten Pfarrei St. Anna in Abtenau ließ der Abt ein Pfarrhaus bauen und setzte den ersten Pfarrer ein.

Quelle