Graureiher

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Graureiher auf der Pirsch

Der Graureiher (Ardea cinerea) ist ein Vogel aus der Ordnung der Ruderfüßer (Pelecaniformes).

Systematische Einordnung

Die Familie der Reiher (Ardeidae) wurde früher zusammen mit den der Ibissen (Threskiornithida) in die Ordnung der Schreitvögel (Ciconiiformes) gestellt, welche demnach mittelgroße bis sehr große Vögel mit langen Beinen, Hälsen und Schnäbeln, jedoch ohne Schwimmhäute umfasste und jetzt nur mehr die Familie der Störche (Ciconiidae) beinhaltet.

Wesentliches über den Graureiher

Der Graureiher ist die am häufigsten vorkommende Reiherart. Als Angehörigen der Familie der Reiher lässt ihn sein Flug durch den charakteristisch eingezogenen Hals erkennen. Er erreicht mit gestrecktem Hals eine Körperlänge von 84 bis 102 cm, die Spannweite der Schwingen beträgt 155 bis 175 cm. Er lebt in Kolonien auf alten Bäumen, auf denen er nicht sehr stabile Zweignester errichtet. In bestimmten Regionen lebt er auch im Schilf oder auf Klippen. Einzeln brütende Paare kommen gelegentlich vor. An Gewässern jagt er nach Fischen und Amphibien, auf Feldern und Wiesen nach Mäusen.

Der Graureiher ist sehr groß und kräftig gebaut und verfügt über einen kräftigen, geraden, graugelben Schnabel, der sich in der Paarungszeit orange verfärbt. Oberseits ist sein Gefieder grau, unterseits erscheint es weißgrau. Die Flügeloberseite ist zweifarbig, grau mit schwarzen Schwungfedern und Handdecken. Die langen Beine sind graugelb bis grünlichgrau. Er fliegt oft sehr hoch, mit gemessenen Flügelschlägen. Bei adulten (erwachsenen) Vögeln sind Stirn, Scheitelmitte und die Kopfseiten weiß, die Scheitelseiten und der Nacken schwarz. Im Nacken weist er schmale starke Schmuckfedern auf.

Graureiher im Bundesland Salzburg

Der Graureiher zählt in Salzburg sowohl zu den Brutvögeln als auch zu den regelmäßigen Wintergästen. Wie viele Tiere hier als Gäste überwintern, ist nicht bekannt. Brutpaare gibt es zwischen 11 und 100, was bedeutet, dass der Bestand im Bundesland Salzburg als stark gefährdet gilt. Eine nur vom Boden aus mögliche Beobachtung einer kleinen, seit mehreren Jahren bestehenden Brutkolonie im Gemeindegebiet von Zell am See hat Mitte März 2014 als vorläufiges Ergebnis mindestens fünf Horste und mindestens 13 Vögel ergeben. Es handelt sich daher um eine vergleichsweise kleine Kolonie.

Die letzte wissenschaftliche Studie zum Brutbestand, zur Verbreitung und zur Bestandsentwicklung der Graureiher im Bundesland Salzburg erfolgte im Jahr 2005 und wurde 2006 veröffentlicht.

Bildergalerie

Bilder

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Quellen