Fische

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Karpfen in einem Teich im Zoo Salzburg.
Derselbe in einem Teich im Zoo Salzburg
Hecht im Zeller See

Die Fische (lateinisch pisces) sind eine Gruppe wasserlebender Wirbeltiere, die auch im Bundesland Salzburg vertreten ist und somit auch zu den Tieren im Nationalpark Hohe Tauern zählt.

Zoologie

Die Salzburger Gewässer werden von verschiedenen Fischarten bewohnt.[1] In systematischer Hinsicht verteilen sich die in den mitteleuropäischen Gewässern heimischen Fische – durchwegs Knochenfische aus der Klasse der Fleischflosser (Sarcopterygii) – im Wesentlichen auf folgende Ordnungen:

  • Karpfenartige (Cypriniformes); z. B. aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae)
(Unterfamilie Echte Karpfen:) Karpfen, Goldfisch;
(Unterfamilie Weißfische:) Brachse, Rapfen, Nase, Döbel (Aitel), Elritze, Rotauge, Rotfeder;
Barbe, Schleie;
  • Lachsartige (Salmoniformes),
z. B. Forellen, Saiblinge, Huchen, Renken, Äschen;
  • Hechtartige (Esociformes),
z. B. Hecht;
  • Welsartige (Siluriformes),
z. B. Waller (Wels);
  • Barschartige (Perciformes),
z. B. Flussbarsch, Zander.

Vorkommen im Land Salzburg

Hauptartikel Fischerei

Im Bundesland Salzburg gibt es insgesamt 58 Fischarten, von denen 43 Arten heimisch, fünf Arten eingebürgert und zehn Arten landesfremd sind. Von den ursprünglich heimischen Arten gelten zwölf als verschollen, d. h. dass es in Salzburg keine Nachweise gibt, sie aber in anderen Teilen Österreichs noch vorkommen. Eine Art, der Hausen, ist in Salzburg ausgestorben.[2]

Als heimische Wassertiere gelten folgende Fischarten:[3]

  • Familie Störe (Acipenseridae):
  • Familie Lachsartige (Salmonidae):
  •   Familie bzw. Unterfamilie Renken (Coregonidae bzw. Coregoninae):
    • Formenkreis Renken (Coregonus sp. )
    • Maräne (Coregonus lavaretus-Formenkreis)
  •   Familie bzw. Unterfamilie Äschen (Thymallidae bzw. Thymallinae):
    • Äsche (Thymallus thymallus (L.))
  • Familie Hechte (Esocidae):
  • Familie Karpfenfische (Cyprinidae):
    • Unterfamilie Echte Karpfen oder Kärpflinge (Cyprininae)
    • Unterfamilie Weißfische (Leuciscinae):
      • Güster (Abramis bjoerkna (L.))
      • Brachse (Abramis brama (L.))
      • Zobel (Abramis sapa (Pallas))
      • Schneider (Alburnoides bipunctatus (Block))
      • Laube, Ukelei (Alburnus alburnus (L.))
      • Schied, Rapfen (Aspius aspius (L.))
      • Seelaube, Mairenke (Chalcalburnus chalcoides (Gueldenstaedt))
      • Nase, Näsling (Chondrostoma nasus (L.))
      • Aitel, Döbel (Leuciscus cephalus (L.))
      • Nerfling, Aland (Leuciscus idus (L.))
      • Hasel (Leuciscus leuciscus (L.))
      • Strömer (Leuciscus souffia (Risso))
      • Elritze, Pfrille (Phoxinus phoxinus (L.))
      • Perlfisch (Rutilus meidingeri (Heckel))
      • Frauennerfling (Rutilus pigus (Lacépède))
      • Rotauge (Rutilus rutilus (L.))
      • Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus (L.))
      • Rußnase, Blaunase, Zährte (Vimba vimba (L.))
    • andere Unterfamilien:
  • Familie Schmerlen (Cobitidae):
  • Familie Bartgrundeln (Balitoridae):
  • Familie Welse (Siluridae):
    • Wels, Waller (Silurus glanis L.)
  • Familie Dorsche (Gadidae):
  • Familie Barsche (Percidae):
  • Familie Koppen (Cottidae):
  • Familie Neunaugen (Petromyzontidae) − die zoologische Einordnung als Fische ist jedoch veraltet −

Als eingebürgerte Wassertiere gelten folgende Fischarten:

  • Familie Lachsartige (Salmonidae):
  • Familie Karpfenartige (Cyprinidae):
  • Familie Barsche (Percidae)
    • Zander, Schill (Sander lucioperca (L.))

Bedeutung

Große Bedeutung haben Fische

  • in der Ernährung und daher auch für die Wirtschaft,
  • für die Ökologie in Bezug auf Gewässerreinheit und Artenvielfalt,
  • in soziokultureller Hinsicht (vgl. Sportfischerei, Aquaristik, …)

usw.

Fische werden durch Fischerei[4] und Fischzucht[5] gewonnen und dann der Verwertung zugeführt. Verteilungswege sind Fischmärkte (Vgl. den Artikel Salzburger Fischmarkt), Fischgeschäfte[6] und Fischlokale[7].

Historisch waren die Fischer eine wichtige Berufsgruppe. Von der Bedeutung der Fischerei und der Fische im Bewusstsein der Menschen zeugen auch Orts-, Flur- und Gewässernamen (vgl. z. B. Fischach, Fischbach, Wallersee).

Flusskraftwerke sind für Fische ein Problem, dem durch Fischtreppen entgegengetreten wird.

Einzelnachweise

Quellen