Hochwasser in der Stadt Salzburg (Juni 2013)

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Salzach-Hochwasser am 2. Juni 2013, Ansicht von Mülln in Richtung Eisenbahnbrücke, dahinter ist das Heizkraftwerk Salzburg-Mitte sichtbar.

Das Hochwasser in der Stadt Salzburg am 2. Juni 2013 ließ die Salzach auf den höchsten je gemessenen Pegelstand von 8,51m ansteigen.

Allgemeines

Die Berufsfeuerwehr Salzburg baute den mobilen Hochwasserschutz an der Salzach auf, als der Pegelstand um ein Uhr nachts 6,5 Meter erreichte. Am 2. Juni 2013 erreichte die Salzach um 13:30 Uhr laut hydrografischem Dienst den höchsten je gemessenen Pegelstand von 8,51 Meter und lag damit um 15 cm über dem Wert vom Jahrhunderthochwasser 2002. Brenzlig war die Lage an der Salzach in der Strubergasse, wo der Fluss leicht über die Ufer getreten war. Auf diesen Bereich hatten die Einsatzkräfte ein besonderes Auge. Ansonsten blieb die Salzach größtenteils hinter dem Hochwasserschutz. Bis 3. Juni 2013 morgens war der Pegel schon wieder auf sechs Metern zurückgegangen.

In der Stadt Salzburg wurden im Lauf des Tages alle Fußgängerstege über die Salzach gesperrt. Ab 11.30 Uhr war auch die Lehener Brücke für den Individualverkehr nicht mehr befahrbar. Eine Gasleitung, die unter der Brücke durchführt, stand ebenfalls unter Beobachtung. Alle anderen Innenstadtbrücken in der Stadt wurden laufend überwacht, blieben aber offen.

Das Salzachschiff "Amadeus", das bei dem Hochwasser 2002 gesunken war, hielt 2013 den Wassermassen stand. Betreiber Erich Berer führte dies trotz des schlimmeren Hochwassers als im Jahr 2002 auf Modifikationen und Erfahrungswerte, die man über die Jahre gesammelt hatte, zurück. Man habe eine halbe Million Euro investiert.

Zwischen der Grenzbrücke Freilassing und der Red Bull Akademie wurde die Rechte Saalachzeile auf einer Länge von 200 Meter von den Fluten ausgehölt und später weggerissen. Eine unter der Straße verlegte Hauptgasleitung der Salzburg AG wurde durch den Rutsch freigelegt, drohte zu brechen, konnte aber gesichert werden.

Eindringendes Wasser setzte im Landestheater die beiden Motoren für die Drehbühne außer Kraft und das Landestheater sah sich gezwungen, die für Dienstagabend, den 4. Juni angesetzte Oper "Greek" abzusagen[1].

Insgesamt leisteten 200 Einsatzkräfte der Berufs- und der freiwilligen Feuerwehr ab Samstag um 22 Uhr 500 Einsätze in 14 Stunden: überflutete Keller und Tiefgaragen, Bäche, die über die Ufer traten, und die Salzach, deren Pegelstand bedrohlich anstieg hielten die Einsatzkräfte auf Trab.

Insgesamt fielen im betroffenen Zeitraum 263 Liter Regen pro Quadratmeter in Salzburg. Statistisch gesehen kämen derartige Mengen in so kurzer Zeit je nach Region nur alle 40 bis 70 Jahre vor, erklärte die ZAMG (Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik).

Siehe auch

  • Hochwasser - ein Beitrag über Hochwasser im geschichtlichen Rückblick im Bundesland Salzburg

Quellen und Einzelnachweise

  • Salzburger Nachrichten, 3. Juni 2013 (Eva Hammerer, Heidi Huber) und [1]
  1. Salzburger Nachrichten, 5. Juni 2013