Saalachbrücke Salzburg-Freilassing

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Saalachbrücke Salzburg-Freilassing
Lieferinger Kulturwanderweg, Schautafel: Die Brücken über die Saalach

Die Saalachbrücke Salzburg-Freilassing in Salzburg-Liefering Rott ist eine wichtige Straßenbrücke und die wichtigste Grenzbrücke über die Saalach.

Geschichte

Erstmals findet sich 1372 eine urkundliche Erwähnung einer Brücke im Raum Rott über die Saalach. Sie stellte eine wichtige Verbindung in den damals zu Salzburg gehörenden Teil des Landes (heute Rupertiwinkel) . Mehrere Neubauten der aus Holz errichteten Übergänge waren durch Hochwasser notwendig. 1931 wurde dann erstmals eine Stahlfachwerkbrücke ("Rupertusbrücke") mit oben liegenden Bögen errichtet, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, zwei Tage vor der kampflosen Übergabe der Stadt Salzburg an die Amerikaner, am 2. Mai 1945 gesprengt wurde.

Die danach errichtete Notbrücke wurde erst 1960 durch eine neue Brücke deutlich weiter flussabwärts ersetzt. Für das Tragwerk, einen Spannbetonhohlkasten, wurde damals entsprechend den technologischen Möglichkeiten ein Spannstahl – wie sich nachträglich herausgestellt hat – mit hoher „Spannungsrisskorrosions-Empfindlichkeit“ verwendet. Solche Spannstähle können durch Einwirkung von Wasserstoff und Tausalzlösungen versagen. Das kann im Regelfall durch Brückenprüfungen festgestellt werden. Wegen der ungewöhnlichen Konstruktion des Tragwerkes der Saalachbrücke (lange Ballastkörper hinter den Widerlagern) ergibt sich die ungünstige Situation, dass bei voller Verkehrsauslastung ein Versagen des Tragwerkes eintreten kann, ohne dass sich vorher Risse ausbilden.

Aus diesem Grunde wurde 2003 mit der Errichtung einer neuen Brücke begonnen. Am 28. Oktober 2003 wurde dazu die neue Saalachbrücke Salzburg-Freilassing flussaufwärts ab der alten Saalachbrücke als Bauprovisorium in Betrieb genommen. So konnte man in der Zeit des Niedrigwassers während der Wintermonate den Abbruch der alten Brücke vornehmen. Im Anschluss an diese Arbeiten wurden die bestehenden Widerlager der alten Brücke adaptiert und jeweils dahinter Fuß- und Radweg-Unterführungen errichtet. Das neue Tragwerk besteht aus einem Stahltrog mit austragenden Rohrfachwerken und einer Fahrbahnplatte aus Stahlbeton mit einem Gesamtgewicht von zirka 2 400 Tonnen. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen worden waren, konnte das neue Brückentragwerk in seine endgültige Lage zum alten Widerlager quer verschoben werden. Dies erfolgt mittels Hydraulikpressen und Zugstangen.

Quelle