Internationale Sechstagesfahrt

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Die Internationale Sechstagefahrt war eine der wichtigsten Motorrad-Geländesport-Veranstaltungen in Europa.

Allgemeines

Bei dieser wichtigsten Veranstaltung des internationalen Motorrad-Geländesports, auch Endurosport (von engl. endurance = Ausdauer) genannt, geht es um Ausdauer, Zuverlässigkeit und Können. Erstmals wurde die Six Days (englische Bezeichnung) 1913 in England ausgetragen. Die Sechstagefahrten fanden immer als Sternfahrten von einem Ort aus statt, der auch gleichzeitig wieder das jeweilige Tagesziel war. Gewertet werden, vereinfacht dargestellt, Strafpunkte. Zum Unterschied von anderen Rennsportarten können nur geschlossen Teams antreten, keine Einzelstarter. Gefahren wird bei Sonderprüfungen in unwegsamen Gelände über Stock und Stein. Zwischen den Sonderprüfungen gelten die allgemeinen Verkehrsvorschriften und es ist eine Regelzeit einzuhalten, bei deren Nichteinhaltung es ebenfalls Strafpunkte gibt. Weiters dürfen nur die Fahrer selbst zu vorgeschriebenen Zeiten an vorgeschrieben Orten tanken und Reparaturen vornehmen. Wobei es an den Motorrädern plombierte Teile gibt, die nicht ausgewechselt werden dürfen (zum Beweis der Ausdauer des Teiles).

Mehr über das Reglement und seine Entwicklung siehe bei den Weblinks.

Internationale Sechstagesfahrt 1939 in Salzburg

Sie hätte vom 21. bis 26. August 1939 stattfinden sollen.

Insgesamt 278 Fahrer, 163 aus dem Deutschen Reich, 61 aus Großbritannien, 30 aus Italien, 13 den Niederlanden, sechs aus Schweden, vier aus Ungarn sowie ein Belgier.

Um die Trophäen-Wertung kämpften die Teams aus dem Deutschen Reich, Großbritannien und Italien. In der Silbervasen-Wertung starteten jeweils zwei deutsche, italienische, britische und niederländische sowie eine schwedische Mannschaft.

Streckenverlauf

Die 475 Kilometer lange Strecke am ersten Tag führte ins Sudetenland nach Sonnberg und Petschmühle und wieder zurück. Am zweiten Tag führte die Strecke ins Salzkammergut, unter anderem nach Gmunden und Bad Aussee]] über 373 Kilometer. Die 449 Kilometer lange Strecke am dritten Tag führte über die Großglockner Hochalpenstraße nach Millstatt und über die Turracher Höhe wieder zurück. Am vierten Tag waren 466 Kilometer in Tirol zurückzulegen. Von Salzburg aus führte die Strecke Mittersill, Jenbach und Sudelfeld wieder zurück nach Salzburg. Am vorletzten Tag führte die 421 Kilometer lange Strecke über Braunau am Inn nach Viechtach und wieder zurück über Straubing und Marktl am Inn. Am letzten Tag war die Strecke 181 Kilometer lang. Sie beinhaltete einen Abschnitt der Reichsautobahn zwischen Salzburg und dem Irschenberg sowie eine Geländeprüfung zwischen Siegsdorf und Bayerisch Gmain.

Englisches Team brach seine Teilnahme durch drohenden Beginn des Zweiten Weltkriegs ab

Am fünften Wettkampftag zog der britische Motorsportverband auf Grund der drohenden Kriegsgefahr alle seine Mannschaften und die Begleitpersonen zurück und veranlasste deren schnellstmögliche Ausreise in die Schweiz.

Ergebnis wurde annulliert

In der Trophy- und in der Silbervasen-Wertung siegten die deutschen Mannschaften. Es erfolgte kein abschließendes Meeting der Jury, da auch die beiden britischen Mitglieder der Jury abgereist waren. Somit wurden die deutschen Siege nicht bestätigt.

Der internationale Motorsportverband Fédération Internationale des Clubs Motocyclistes erkannte nach dem Zweiten Weltkrieg die Ergebnisse der 21. Sechstagefahrt nicht an.

Auch die beiden Siegerpokale gingen in den Kriegswirren verloren und mussten nach dem Krieg ersetzt werden.

Internationale Sechstagefahrt 1960

Die internationale Sechstagefahrt 1960 fand im Steirischen Bad Aussee (nach 1952 zum zweiten Mal) statt. Dabei führten Strecken an einzelnen Wertungstagen auch wieder durch das Bundesland Salzburg. Dabei gewann das österreichische Werks-Team von Steyr-Daimler-Puch ohne einen einzigen Strafpunkt erhalten zu haben. Einer der sechs siegreichen-Teammitglieder war der Halleiner Egon Dornauer mit einer Puch 173 cm³.

Weblinks

Quellen