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Großglockner Hochalpenstraße

Rundblick von der Edelweißspitze im August 2016
vom Bau und den ersten Jahren des Betriebs der Straße, 5 min Video
Fahraufnahmen, Vegetation, Traumlandschaft, 4 min Video
ein Panorama-Bild von der Großglockner Hochalpenstraße
Großglockner Hochalpenstraße, Mautstelle Ferleiten
Großglockner-Hochalpenstraße, Abschnitt Hexenküche
links im Hintergrund der Großglockner
und so sah es an gleicher Stelle 1935 im Eröffnungsjahr der Straße aus
Blick von der Edelweißspitze Richtung Fuscher Törl
Blick von der Edelweißspitze über die Fuscher Lacke hin zum Mittertörl- und Hochtor-Tunnel, Blickrichtung ziemlich genau nach Süden
Großglockner Hochalpenstraße - das Logo

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein Alpenübergang der Ostalpen in den Hohen Tauern im Bereich der Zentralalpen zwischen dem Land Salzburg vom Pinzgau und Kärnten. Seit dem Sommer 2015 zählt die Straße zu den denkmalgeschützten Objekten in Österreich. Derzeit (2016) laufen Vorarbeiten zur Anerkennung als UNESCO-Welterbe in der Hoffnung im Sommer 2018 diese zu erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Diese Hochgebirgspanoramastraße führt durch ein Landschaftsschutzgebiet sowie durch das Kerngebiet des Nationalparks Hohe Tauern. Die Straße ist Mitglied der Dachmarke hello salzburg.

Die Panoramastraße

Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf

Der Großglockner ist für viele Menschen der Inbegriff eines faszinierenden Naturerlebnisses. Bei einer Fahrt entlang der Großglockner Hochalpenstraße werden Größe und Macht der Alpen, die Faszination des ewigen Eises und der Urgewalt der Natur erlebbar. Fast eine Million Besucher jährlich zählt die Großglockner Hochalpenstraße, mehr als 60 Millionen Menschen (Stand 2010) haben seit der Eröffnung der Straße von ihr aus eine einzigartige Landschaft im Nationalpark Hohe Tauern beobachten können.

Diese Ausflugsstraße folgt dem Verlauf antiker Römerstraßen und mittelalterlicher Saumpfade, die - wie Archäologen mit Funden bewiesen haben - bereits in vorchristlicher Zeit als Handelswege benützt wurden. Diese Straße ein Lehrweg von vier Jahrtausenden alpiner Kulturgeschichte. Aber auch ein Stück österreichischer Identität, wurde sie doch durch den mühevollen Bau in der Zeit der Weltwirtschaftskrise zwischen den beiden Weltkriegen errichtet, als der junge Staat damit wenigstens einen Teil der vielen Arbeitslosen beschäftigen konnte.

Geschichte

Hauptartikel Chronologie der Großglockner Hochalpenstraße

Bauliche Meisterleistung

Hauptartikel: Großglockner Hochalpenstraße Baugeschichte
Hauptaritkel: Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße

Erstmals kam Ende der 1890er-Jahre beim Alpenverein Sektion Klagenfurt die Idee auf, im Zuge der Errichtung ihrer geplanten Glocknerhausstraße von Heiligenblut zum Glocknerhaus, eine Straße von Guttal über das Hochtor nach Ferleiten zu errichten. 1896 wurde dieses Projekt aber dann mangels Interesse bei den öffentlichen Stellen und fehlender Finanzierung - vorerst - wieder aufgegeben.[1] 1894 stellte Ingenieur Raimund Pierl bei der Jahreshauptversammlung der Sektion Klagenfurt sein Projekt einer Straße nach Ferleiten vor. Auf seinen Antrag hin beschloss die Sektion, den Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein dafür zu interessieren, dass er anlässlich des 50jährigen Regierungsjubliäums von Kaiser Franz Joseph I. einen Straßenbau über die Hohen Tauern anregen möge. Ing. Th. Schenkel hatte bereits eine Vortrassierung vorgenommen: Von der Glocknerhausstraße abzweigend über das Mittertörl und Fuscher Törl, den Lucashansl zur Trauneralpe. Die Trasse hatte eine durchschnittliche Steigung von 10 Prozent und eine Länge von 27,5 Kilometern.[2]

Als im Jahr 1922 eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über das Kärnten vorlegte, erntete sie vorwiegend Spott. In einer Zeit, in der es in Österreich, Deutschland und Italien zusammen erst 154 000 Pkw, 92 000 Motorräder und knapp 2 000 km asphaltierte Überlandstraßen gab, durchlitt Österreich die wirtschaftlich katastrophalen Folgen der Niederlage im Ersten Weltkrieg.

Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträßchens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete damals wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die karge Alpentäler dem automobilen Fremdenverkehr erschließen sollte, gab schließlich 1929 der New Yorker Börsenkrach. Diese Katastrophe traf das ohnehin ärmliche Österreich mit verheerender Wucht. Die Arbeitslosigkeit stieg über die 500 000-Personen-Grenze, das waren 26 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab. Jetzt holte die Bundesregierung die Pläne für die Glocknerstraße wieder aus der Schublade, um wenigstens 3 200[3] von durchschnittlich 520 000 Arbeitslosen zu beschäftigen.

Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Breite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich gewiss 120 000 Besucher kämen. 1936, im Jahr nach der Eröffnung der Straße waren es bereits 146 427 und 1938 schon 374 465 Personen!

Am 30. August 1930, um 09:30 Uhr, drückte der Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in Ferleiten. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, der Salzburger Landeshauptmann Franz Rehrl und der Techniker Franz Wallack, eine Sensation. Mit einem adaptierten "Steyr 100"-Wagen gelang ihnen auf der Bautrasse die erste Alpenüberquerung in einem Pkw. Nochmals ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am 3. August 1935 eröffnet und tags darauf mit einem internationalen Auto- und Motorradrennen in Betrieb genommen.

Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten 910 Mio. öS (Geldwert 1990, 66 Mio. Euro), um sieben Millionen öS (rund 500.000 Euro) weniger als der Voranschlag.

2015: 80 Jahre sowie Großglockner Hochalpenstraße unter Denkmalschutz und auf dem Weg zum Welterbe

Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße unter Denkmalschutz und auf dem Weg zum Welterbe
Hauptartikel 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße - alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

2015 feiert die Panoramastraße ihr 80-jähriges Bestandsjubiläum[4]. Einen zusammenfassenden Überblick über die Aktivitäten im Jubiläumsjahr bietet dieser Artikel: 2015: Die Großglockner Hochalpenstraße wurde 80 - ein Rückblick.

Besucherzahlen

Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße Besucherzahlen

Mit 120 000 Gästen hatten 1930 die Planer gerechnet, doch die touristische Attraktion dieser Straße zog 1938 bereits knapp 375 000 Besucher in 98 000 Fahrzeugen an. Heute besuchen rund 900 000 Personen jährlich die Straße. Am 9. August 2016 wurde der 65millionster Besucher auf der Großglockner Hochalpenstraße begrüßt.

Schneeräumung

Hauptartikel: Schneeräumung Großglockner Hochalpenstraße

Eine entscheidende Rolle für die Frequenz spielt auf hochalpinen Straßen die Schneeräumung. In den Jahren 1936 und 1937 schaufelten 350 Männer in durchschnittlich 70 Tagen 250 000 m³ Schnee, um die Straße zumindest einspurig freizulegen. Seit 1953 räumen jedes Jahr im April die fünf Rotationspflüge - System Wallack - und zwölf Arbeiter der GROHAG in zirka 14 Tagen die 600 000 m³ bis 800 000 m³ Schnee von Straße und Parkflächen.

Der Einsatz moderner Technik verlängert die Öffnungszeiten der Glocknerstraße erheblich. Waren es 1937 nur 132 Tage, konnte man 1963 sogar an 276 Tage die Glocknerstraße besuchen. In jüngster Zeit orientieren sich die Öffnungszeiten nicht mehr allein an den klimatischen Gegebenheiten, sondern auch an wirtschaftlichen Erwägungen. Von Anfang Mai bis Ende Oktober ist die Großglockner Hochalpenstraße üblicherweise geöffnet.

Straßenverlauf

Hauptartikel Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf

Auf Salzburger Seite beginnt die Straße mit Kilometer Null in Bruck an der Großglocknerstraße im Pinzgau. Die Straße schlängelt sich zunächst durch das Fuscher Tal mit seinen Bauernhöfen und Heustadeln bis hinauf zur Waldgrenze. Am Beginn des Ferleitentals, bei der Kassenstelle Ferleiten beginnt dann die eigentliche Hochalpenstraße. Die Straße windet sich immer höher in die baumlose Zone durch die Hexenküche unterhalb der Edelweißwand zum Nassfeld. Dann sieht man bereits bis zum Fuscher Törl und zur Edelweißspitze. Bei einem Blick zurück ins Tal öffnet sich der Blick auf die mit 2 400 Metern höchste Bergflanke der Ostalpen, die Ostseite des Wiesbachhorns.

Von der Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße sowie in ganz Östereich, auf die die Edelweißstraße führt, bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender, 19 Gletscher und abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des Nationalparks Hohe Tauern bildet.

Nach dem Fuscher Törl führt die Straße kurz abwärts, an der Fuscher Lacke (2 261 m ü. A.) und dem Gasthof Fuscherlacke "Mankeiwirt" vorbei durch das Mittertörl weiter zum Hochtor (Tunnel) (2 504 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Durchgangsstraße Salzburg-Kärnten. Jenseits des Hochtors, das das Bundesland Salzburg mit Kärnten verbindet, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, die bis Heiligenblut führt.

Zunächst aber führt die Straße hinunter. Bei Guttal (1 859 m ü. A.) mündet beim wahrscheinlich höchstgelegenen Kreisverkehr Europas, dem Kreisverkehr Guttal, die auf der Trasse der alten Glocknerhausstraße geführte Kärntner Auffahrt der Großglocknerstraße in den Teil, der von Salzburg her führt. Bei diesem Kreisverkehr zweigt die Gletscherstraße zur wohl schönsten Sonnenterrasse Europas, zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ab. Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aus bietet sich ein unvergleichlicher Blick über den Pasterzen-Gletscher bis zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es ein großes, kostenloses Parkhaus, das Parkhaus Freiwandeck.

Ausstellungen, Naturlehrwege und Aussichtspunkte entlang der Straße

Mit dem Straßenticket freier Eintritt zu allen Einrichtungen (ausgenommen der Gletscherbahn Pasterze auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe). Die Ausstellungen entlang der Straße sind täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Besichtigungsmöglichkeiten im Verlauf ab Mautstelle Ferleiten:

Piffkar

Hauptartikel: Straßenwärterhaus Piffkar

Als Piffkar wird das Gebiet der Piff Alm auf 1 620 m ü. A. an der Straße bezeichnet. Neben dem (geschlossenen) Gasthof Piffkar befindet sich das Straßenwärterhaus Piffkar, ein historischen Straßenwärterhaus, in dem immer wieder Ausstellungen zu sehen sind (2016: ein Teil der Ausstellung Die höchsten Salzburger).

Hochmais

Hauptartikel: Hochmais

In 1 850 m ü. A. befindet sich die Informationsstelle Hochmais mit Schautafeln zum Thema "Gletscher, das Rotmoos und die Höhenstufen der Vegetation".

Wilfried-Haslauer-Haus "Alpine Naturschau"

Hauptartikel: Dr.-Wilfried-Haslauer-Haus
Hauptartikel: Alpine Naturschau

Im "Dr.-Wilfried-Haslauer-Haus" im oberen Nassfeld zeigt die Ausstellung "Alpine Naturschau" die hoch sensible und äußerst vielfältige Bergwelt der Hohen Tauern.

Edelweißstraße

Hauptartikel: Edelweißstraße

Im Bereich des Fuscher Törls führt die Edelweißstraße auf die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße mit herrlichem Rundblick. Dort gibt es auch einen "Bikers Point" für Motorradfahrer.

Fuscher Törl

Hauptartikel: Fuscher Törl

Beim Fuscher Törl (2 431 m ü. A.) hat der Erbauer der Straße bewusst eine Bergspitze umfahren, um so den Besuchern einen perfekten Rundblick in die unvergleichliche Hochgebirgslandschaft zu ermöglichen. Dort befindet sich auch eine vom Architekten Clemens Holzmeister errichtete Gedenkzeichen, das an die beim Bau der Straße verunglückten Arbeiter erinnert.

Informationsstelle Greifvögel

Zwischen dem Fuscher Törl und der Fuscher Lacke informieren auf 2 320 m ü. A. Schautafeln über die heimischen Greifvögel.

Ausstellung „Bau der Straße“

die Fuscher Lacke
Hauptartikel: Ausstellung "Bau der Straße"

Auf 2 262 m ü. A., neben der Fuscher Lacke, befindet sich ein original erhaltenes Straßenwärterhaus, in dem in einer Dokumentation die Geschichte des Baues der Großglockner Hochalpenstraße (1930 bis 1935) und die damaligen Lebensumstände der Arbeiter gezeigt werden.

Geologischer Lehrweg

Murmeltiere, die "pfiffigen" Bewohner des Nationalparks Hohe Tauern

Kurz nach der Fuscher Lacke in Richtung Hochtor kann man sich auf 2 290 m ü. A. über geologische Details der Hohen Tauern an Hand von Schautafeln und Gesteinsbrocken informieren.

Hochtor

Hauptartikel: Hochtor

Am Scheitelpunkt der Straße in 2 504 m ü. A. wird die Passhöhe erreicht. Oberhalb des Tunnels wurde ein römisch-keltisches Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 keltische und römische Geldstücke aus der Zeit zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Christus.

Die Ausstellung "Passheiligtum Hochtor" auf der Südseite des Hochtors ist eine Zeitreise durch die Jahrtausende, in der der Glocknerübergang die kürzeste Handelsroute zwischen Nord und Süd darstellte. Sie erzählt auch von der Suche nach dem Rohstoff Bergkristall und von den Goldbergwerken entlang der Straße. Direkt neben der neuen Ausstellung befindet sich ein Souvenir-Shop und ein großzügigen Gastrobereich.

Neben dem Hochtor kann man auf Teilen des "Kelten-, Römer- und Säumerweg wandern (ca. 25 Minuten Gehzeit). Über das Hochtor zieht auch alljährlich die Großglockner Wallfahrt vom Pinzgau kommend hinunter nach Heiligenblut in Kärnten.

Kasereck

An diesem Punkt der Panoramastraße (1 911 m ü. A.) gibt es Naturkunde-Informationen.

Schöneck

Hauptartikel: Schöneck

Die Großglockner Hochalpenstraße, hier Gletscherstraße genannt, führt zunächst an den obersten Rand eines reinen Lärchenwaldes bei Schöneck (1 953 m ü. A.) zu einem Lehrweg über die Glocknerwiesen samt einer dort eingerichteten Naturschau.

Mit bereits Blickkontakt auf den Großglockner fährt man bis zum Glocknerhaus in 2 131 m ü. A. Hier befindet man sich schon im Nahbereich des Margaritzen-Stausees der Glockner-Kaprun-Kraftwerke.

Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Hauptartikel: Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Benannt nach dem Besuch des Kaisers Franz Joseph I., der von Heiligenblut 1856 auf diese Anhöhe stieg. Kaiserin Elisabeth, "Sisi", stieg nur bis zum Glocknerhaus auf.

Zu sehen ist der immer noch längste Gletscher der Ostalpen, die Pasterze. Die Ausstellung „Großglockner“ mit verschiedenen Schwerpunkten ist im Besucherzentrum eingerichtet. Im Glocknerkino beeindrucken faszinierende Impressionen des Großglockners des Universumfilmers Georg Riha und im Glockner-Panorama-Raum. Ergänzt wird das Besucherzentrum noch durch die Sonderschau „WasserLeben“ sowie dem Harmonieraum und einen Kraftraum, wo die verschiedenen Energiefelder der Region um den höchsten Berg Österreichs untersucht werden. Seit 7. Juli 2011 wird im Besucherzentrum eine Dauerausstellung „125 Jahre Automobilismus“ gezeigt.

Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

die Swarovski-Warte
Hauptartikel: Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

Oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, am „Panoramaweg Kaiserstein“ gelegen, ist diese 1998 errichtete Besucherattraktion zu finden. Der markante Turm aus Glas und Holz symbolisiert einen Bergkristall. Im Inneren des Gebäudes können mit Hilfe ausgesucht leistungsstarker optischer Geräte Tiere in freier Wildbahn (Steinböcke), aber auch Bergsteiger bei der Großglocknerbezwingung beobachtet werden.

Tunnels

Hochtor

Hauptartikel: Hochtor

In der Mitte des Hochtor-Tunnels befindet sich die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Der etwa 100 Meter lange Tunnel hat an seiner Nordseite eine Höhe von 2 504 m ü. A. und neigt sich im Tunnel einige Meter nach Süden. Im Winter müssen beide Tunneleinfahrten mit Holzverschalungen verschlossen werden, da ansonsten der Wind den kompletten Tunnel im Laufe des Winters mit Schnee füllen würde.

Mittertörl-Tunnel

Hauptartikel: Mittertörl

Das Mittertörtl befindet sich auf 2 373 m ü. A. zwischen der Fuscher Lacke und dem Hochtor.

Gastronomische Einrichtungen

Dr.-Franz-Rehrl-Haus (Restaurant Fuschertörl)
Fuscher Lacke mit Gasthof Fuscherlacke, Mankeiwirt, und altem Straßenwärterhaus
Hauptartikel: Großglockner Hochalpenstraße Gastronomie und Übernachtung

Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es eine Reihe von Restaurants, Gasthöfen und Hütten.

Veranstaltungen

Eine alljährliche Übersicht mit genauem Datum findest du im Artikel Großglockner Hochalpenstraße Veranstaltungen, die nachstehenden Links führen dich zu Salzburgwiki-Artikel über Veranstaltungen:

Straßen-Öffnungszeiten

Geöffnet von Anfang Mai bis Anfang November (wetterabhängig)
Nachtsperre: 15. Juni bis 15. September jeweils von 22:00 bis 05:00 Uhr
Vor- und Nachsaison von 20:30 bis 06:00 Uhr
Letzte Einfahrt jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre

Besonderes

Hauptartikel: Großglockner Hochalpenstraße Öffnungstage

2011 konnte die Straße bereits ab dem Gründonnerstag vor Ostern, den 21. April 2011, eröffnet werden, so früh, wie seit 35 Jahren nicht mehr. Trotz eines 20prozentigen Rückgangs im Juli konnte die GROHAG aufgrund eines schönen Spätsommers und Herbst aber dann doch 280 000 Einfahrten verzeichnen. Am 14. November 2011 begann dann für die Großglockner Hochalpenstraße nach der längsten Saison seit Jahrzehnten die Wintersperre.

Information

Großglockner Hochalpenstraßen AG
Rainerstraße 2
5020 Salzburg
Telefon: (06 62) 87 36 73 - 0
Telefax: (06 62) 87 36 73 - 13
E-Mail: info@grossglockner.at

Die wichtigsten Daten im Überblick

Blick auf das Dr.-Franz-Rehrl-Haus am 2. Mai 2017 um 09:35 Uhr

Eine Chronologie der Straße findest du im Artikel Chronologie der Großglockner Hochalpenstraße.

Daten zur Straße

Länge:
Gesamtlänge: 48 km
Durchzugsstraße: 37,7 km
Edelweißstraße: 1,6 km
Gletscherstraße: 8,7 km
Steigungen bis 14 Prozent
Höhenangaben:
Höhenanstieg: Passstraße bis auf 2 504 m ü. A., Stichstraße "Edelweißspitze" bis auf 2 571 m ü. A.
Höchster Punkt der Durchzugsstraße: Hochtor (2 504 m ü. A.)
Höchster Punkt: Parkplatz Edelweißspitze (2 571 m ü. A.)
Kehren:
Osteinfahrt in den Mittertörltunnel
Kehrenradius: Mindestkehre 12 m
Kehrenradius im Durchschnitt: 15 m
Anzahl der Kehren:
27 Kehren auf der Durchzugsstraße
3 Kehren auf der Gletscherstraße
6 Kehren auf der Edelweißstraße
Parkplätze: insgesamt 35 Parkplätze für 3 400 Pkw und 100 Busse
Tunnelhöhen: Mittertörl- und Hochtortunnel: 4,0 m
Schneeräumung:
Dauer: durchschnittlich 14 Tage (Stand 2010)
Schneemengen: Bis zu 800 000 m³, entsprechen einem Eisenbahnlastenzug von ca. 250 Kilometer Länge

Bilder

 Großglockner Hochalpenstraße – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Großglockner Hochalpenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

weitere Bildersammlungen im Internet

Weblinks

Videos

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Literaturtipps

Quellen

  • Presseinformationen der Großglockner Hochalpenstraßen AG
  • Großglockner Magazin, verschiedene Ausgaben
  • Wallack, Franz: Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues, zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien
  • freytag & berndt Wanderkarte Großglockner, Kaprun, Zel am See, 1:50 000

Fußnoten

  1. Quelle anno.onb.ac.at "Dillinger's Reise- und Fremden-Zeitung", Ausgabe 20. Mai 1896, Seite 8
  2. Quelle anno.onb.ac.at "Dillinger's Reise- und Fremden-Zeitung", Ausgabe 1. August 1895, Seite 8
  3. diese Zahl war jedoch zu hoch und aus Gründen der Propaganda von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl verwendet worden; tatsächlich betrug der Höchststand gleichzeitig tätiger Arbeiter 2 357 im Sommer 1931, Quelle Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments Seite 258
  4. siehe dazu auch "2015: 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße