Kajetanertor

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Sattler-Panorama 1828 Äußeres Kaiviertel, Kajetanertor
Karte

Das Kajetanertor, auch Erentrudistor genannt [1], war ein ehemaliges Stadttor, das zwischen 1645 und 1873 im Osten des Kaiviertels den Zugang zur Altstadt der Stadt Salzburg schützte.

Name

Der Name ist abgeleitet von den in unmittelbarer Nähe gelegenen Bauten, dem Kloster der Theatiner oder Kajetaner, sowie dem St. Erentrudis Bollwerk.

Geschichte

Das Kajetanertor wurde im Jahr 1645 unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron von Santino Solari nach den Regeln modernster französischer Festungsbaukunst als Ersatz für die beiden Nonntalertore gebaut.

Das Kajetanertor zählte nach vielen übereinstimmenden Beschreibungen zu den schönsten Toren der Stadt. Es war aus Sandsteinquadern errichtet, die Torpfeiler mit Marmor verkleidet und die Außenseiten mit wehrhaften Palisaden versehen. 1704 wurde es unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein mit einem Fallgatter versehen und eine Zugbrücke über den Nonntaler Bach vorgelagert.

Erst ab 1845 führte der Weg über ein feste Brücke durch das Tor. Am 10. Jänner 1873[2] wurde das Tor abgetragen.

Bei diesem Tor befand sich die erste Schießstätte des privilegierten Landeshauptschießstands.[3]

Alte Ansichten von 1710

  • Johann Michael Sattler, 1823, Ansicht von Salzburg vom Bürglstein aus [4]

Bildlink

Loos, Friedrich: Die zwölf Stadt-Thore Salzburgs, Salzburg, Oberer. 1832, 11 von 12 Blättern erhalten. Das Kajetaner Thor, 1832 → Bild: [1]

Quellen

Einzelnachweise

  1. auch die Schreibweisen: Ehrntraut und Erentraud sind zu finden
  2. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 5. Mai 1911, Seite 10
  3. Quelle lh-sbg.at
  4. www.salzburgmuseum.at/Johann Michael Sattler
  5. Österreichische Nationalbibliothek / AC00787794