Karl Forstner (Bibliothekar)

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Hofrat Univ.-Prof. Dr. Karl Forstner (* 25. Oktober 1928[1] in St. Florian, Oberösterreich; † 16. Jänner 2018)[2] war Direktor der Universitätsbibliothek Salzburg und Paläograf.

Leben

Forstner kam in den 1950er-Jahren nach Salzburg. Er leitete die Salzburger Universitätsbibliothek mehr als drei Jahrzehnte hindurch. Sein wissenschaftliches Interesse galt dem Frühmittelalter, wovon zahlreiche Werke Zeugnis ablegen. Zu seinen bedeutendsten Publikationen werden die Editionen des Salzburger Verbrüderungsbuchs und der Salzburger Armenbibel gezählt.

Als vorbildhaft werden seine Akribie, Fokussierung und Beharrlichkeit gerühmt.[2]

Werke

  • Die Karolingischen Handschriften und Fragmente in den Salzburger Bibliotheken: Ende des 8. Jh. bis Ende des 9. Jh. Salzburg, Salzburger Bibliotheken, 1962. (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Ergänzungsband 3.)
  • Das Verbrüderungsbuch von St. Peter in Salzburg. Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat der Handschrift A1 aus dem Archiv von St. Peter in Salzburg. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1974.
  • Die Salzburger Armenbibel. Codex a IX 12 aus der Erzabtei St. Peter zu Salzburg. Einführung, Übertragung, Übersetzung von Dr. Karl Forstner. Salzburg/München, Verlag Anton Pustet, 1969.
  • Bericht über die Universitätsbibliothek seit 1962. In: Jahrbuch der Universität Salzburg 1969.
  • In den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK):
    • Textvarianten unbekannter karolingischer Fragmente, in: MGSLK 102, 1962, S. 31-34
    • Quellenkundliche Beobachtungen an den ältesten Salzburger Güterverzeichnissen und an der Vita s. Ruperti. In: MGSLK 135, 1995, S. 465-488
    • Ein Calendarium aus der Zeit Ortolfs von Weißeneck (1343-1365) als Quelle zur inneren Geschichte des Salzburger Domstiftes. In: MGSLK 141, 2001, S. 279-292
    • Neuinterpretation alter Flussnamen in Salzburg. In: MGSLK 144, 2004, S. 11-23
    • Studien zur Frühgeschichte Salzburgs. In: MGSLK 147, 2007, S. 137-162
    • Die Schriftbänder am sogenannten Rupertuspastorale (Salzburg, 13. Jahrhundert, erstes/zweites Drittel). In: MGSLK 148, 2008, S. 9-16
    • Maximilianszell – Der Heilige und sein Kloster in der karolingischen Überlieferung. In: MGSLK 150, 2010, S. 9
    • Die sogenannte Altbairische Beichte – Ältester Zeuge aus Mattsee (Anfang 9. Jahrhundert). In: MGSLK 150, 2010, S. 49
    • Bemerkungen zu den Ambisontern, Alaunern und zu Iuvavum, Iuvavus und Iu(v)arus. In: MGSLK 151, 2011, S. 111
    • Ad propriam remeavit sedem Salzburg — Sterbeort des heiligen Rupert. In: MGSLK 153, 2013, S. 27
    • Das karolingische Mattseer Skriptorium – Zeugnis lebendiger Klosterkultur (800 – ca. 860). In: MGSLK 154, 2014/15, S. 35
    • Karl Forstner: Älteste Texte zur Translation der Heiligen, RupertGislarChuniald (10./11. Jh ). In: MGSLK 154, 2014/15, S. 63
    • Salzburger Herkunft und Bildprogramm des sogenannten Tassilokelches. In: MGSLK 155, 2016, S. 17

Quellen