Klammstein

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Klammstein war Gerichtssitz und ist im Eigentum des Staates und der Österreichischen Bundesforste.

Geschichte

1250 wird Klammstein im Besitze der Goldegger erstmals urkundlich erwähnt. Zwischen Klammstein und Lend ist die Gasteiner Klamm. Unter Klamm versteht man eine Felsenschlucht. Durch die Gasteiner Klamm fließt die Gasteiner Ache zur Salzach, die Gasteiner Straße führte bis 1975 hindurch, die Tauernbahn durchquert die Klamm, desgleichen auch ein Druckstollen der Tauernkraftwerke Kaprun.

Ab 1861 gab es durch die Klamm eine regelmäßige Pferdepost.

Burg Klammstein

Hauptartikel: Burg Klammstein

Von der ehemaligen Burg, die am Eingang des Gasteinertales liegt, ist heute nur noch der Turm erhalten. Dieser hat heute einen neu aufgesetzten Dachaufbau, beherbergt ein Museum und eine Burgschenke. Besitzer ist Adolf Ferner.

Haltestelle Klammstein

Diese wurde von der ÖBB 1990 aufgelassen.

Steinbruch Klammstein

Hier wurden und werden immer noch viele Steine und Schotter für den Bahn- und Straßenbau gewonnen. Der Steinbruchbetrieb wurde in der NS-Zeit arisiert. Im Zuge der Verfolgung der Zigeuner genannten Sinti-, Roma- und Lovarafamilien wurden jene Familienangehörigen, die im Gasteinertal aufgegriffen werden konnten, bis zum weiteren Abtransport im Steinbruch Klammstein interniert.

Klammsteintunnel

Klammsteintunnel, Südportal

Diese Straßentunnels wurden 1975 eröffnet.

Klammsteiner Hohe Wand

Dieser Straßenabschnitt der Gasteiner Klamm war sehr Steinschlag gefährdet. Oberhalb dieses Abschnittes befindet sich das "Knappenloch".

Klammsteiner Achenbrücke

Diese wurde im Zuge des Tauernbahnbaues für die Klammstraße errichtet und ist nun seit der Straßenverlegung für den Verkehr funktionslos.

Klammkapelle oder Sebastianikapelle

Die Geschichte erzählt dass der Abt vom Augustinerchorherrenstift St. Zeno am 20. Jänner 1212 in die Gasteiner Klamm stürzte und in den Fluten ertrank. Ihm zu Gedenken wurde die Sebastianikapelle errichtet. Durch Sprengarbeiten bei den Straßenbauten nahm sie großen Schaden. 1991/92 renovierte Burghardt Erlmoser diese Kapelle. Eine zweite Kapelle wurde nach alten Originalunterlagen am Parkplatz Klammstein neu errichtet.

Quellen

  • Burghardt Erlmoser 1995 im Eigenverlag "Die Gasteiner Klamm" Die Druckerei-Schwarzach
  • Georg Clam Martinic 1991 "Österreichisches Burgenlexikon" NÖ-Pressehaus
  • mündliche Mitteilung von Dr. Franz Rest, Dorfgastein