Kulturzentrum Hallwang

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Veranstaltungszentrum Hallwang bei der Eröffnung im September 2013
Veranstaltungszentrum Hallwang, Ostansicht
Hallwang, neuer Veranstaltungssaal für 400 Personen
Eröffnung und Dorffest in Hallwang

Das Kulturzentrum Hallwang ist ein Veranstaltungsgebäude in der Flachgauer Gemeinde Hallwang neben dem Kultur- und Veranstaltungszentrum Mesnergütl.

Allgemeines

Nach fünfjähriger Planungszeit wurde im Früjahr 2012 mit dem Bau begonnen. Für die Baukosten sind 3,5 Mill. Euro vorgesehen, für die Außenanlagen eine weitere Million Euro. Am 27. März 2012 fand die Baubewilligungsverhandlung statt. Der zweigeschossige Bau verfügt über einen großen Saal, der dreifach geteilt werden kann, und eine große Terrasse. Das Foyer ist für kleinere Veranstaltungen nutzbar. Unterirdisch sind 70 Parkplätze vorgesehen. Mit Photovoltaik und Betonkernaktivierung soll das Haus 100 Prozent energieautark werden. Dafür sind 500.000 bis 600.000 Euro vorgesehen.

Kraftwerk für die Kultur

Am 20. September 2013 fand die Eröffnung des neuen Kulturzentrums statt. Inzwischen sind in dem als Kulturzentrum geplanten, 250 Jahre alten Haus weitere Nutzer eingezogen: Jugendzentrum, Sportschützen, Gemeindebauhof und Eltern-Kind-Zentrum. Bürgermeister Helmut Mödlhammer hat aber gleich daneben einen neuen Platz gefunden: „Wir wollen mit unserem neuen Veranstaltungszentrum bewusst weiter in den Kulturbereich gehen. Damit ist sicher auch ein Identitätswandel der Gemeinde verbunden.“ Denn als er vor 28 Jahren Ortschef geworden sei, sei der damals 2 500 Bürger zählende Ort vor allem landwirtschaftlich geprägt gewesen, sagt Mödlhammer. „Mittlerweile haben wir 4 000 Einwohner. Die sind anders geprägt, und die wollen wir auch ins Gemeindeleben miteinbeziehen und über die Kulturschiene erreichen.

Das dafür geplante Kultur- und Veranstaltungszentrum umfasst 1 538 m² Bruttogeschoßfläche. Ein mehrfach abtrennbarer Saal mit bis zu 400 Sitzplätzen. Eigene Künstlergarderoben mit Dusche. Zwei Küchen. Ein Vorplatz, der für Freilufttheater und Platzkonzerte ideal ist. Eine Tiefgarage mit 40 Plätzen.

Aber ist die Größe des Hauses nur für die Veranstaltungen der Hallwanger Vereine gerechtfertigt? Mödlhammer macht sich da keine Sorgen: „Viele Veranstaltungen haben im Gemeindesaal unter ungesetzlichen Bedingungen stattgefunden. Das Haus ist ein Pionierprojekt zur Belebung des Orts. Wir haben Anfragen für die Tanz-Staatsmeisterschaft, Musikwochen, Bälle und Hochzeiten.“ Auch Kongresse und Seminare seien möglich.

Stolz ist der Bürgermeister darauf, dass das Kulturzentrum ein Plus-Energie-Haus ist und mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Möglich machen das Solar- und Photovoltaikflächen auf dem Dach. Haustechnik-Planer Harald Kuster spricht gar von einem „Kraftwerk“: „Die Solaranlage kann bis zu 100 Kilowatt Wärme liefern. So kann das Haus im Winter nur mit der Sonne beheizt werden.“ Sollte das nicht ausreichen, wird mit dem danebenliegenden Gasthof und 90-Betten-Hotel Kirchbichl kooperiert: „Wenn nötig, liefern wir im Winter Wärme von unserem Hackschnitzelwerk. Dafür bekommen wir im Sommer Warmwasser vom Kulturhaus“, sagt Kirchbichl-Chef Fritz Zipperer. Auch gastronomisch wird kooperiert: „Für Gemeindeveranstaltungen ist der Wirt im Ort Favorit. Aber jeder kann einen eigenen Caterer mitnehmen“, sagt der Bürgermeister.

Insgesamt lässt sich die Gemeinde das Kulturhaus fünf Millionen Euro kosten. Mödlhammer: „Wir finanzieren es zu 99 Prozent aus Eigenmitteln. Unsere Rücklagen werden wir damit aber nicht ganz aufbrauchen.

Kritik, dass der von den Salzburger Architekten Resmann & Schindlmeier geplante, moderne Bau nicht ins dörfliche Zentrum passe, kontert Mödlhammer: „Ein Plus-Energie-Haus wäre im Lederhosenstil nicht möglich gewesen.“ Schauspieler und Kabarettist Fritz Egger, der bei der Führung durchs Haus dabei ist, ist beeindruckt: „Es ist eine multivariable Veranstaltungsstätte. Das ist kein einfaches Kulturhaus auf dem Land, sondern das Burgtheater von Hallwang. Ich freue mich auf die ersten Auftritte.

Bildergalerie

Quellen