Margarethenkapelle

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Innenaufnahme anlässlich der Langen Nacht der Chöre 2015
Margarethenkapelle

Die Margarethenkapelle ist eine Kapelle in der Salzburger Altstadt im St.-Peter-Bezirk im Friedhof der Benediktiner-Erzabtei St. Peter.

Lage

Sie steht in der südlichen Teil des Friedhofs von St. Peter und wurde 1491 anstelle einer Vorgängerkapelle neu erbaut.

Geschichte

Abt Rupert V. Keutzl ließ anstelle der Amandus-Kapelle 1485 bis 1491 die Kapelle errichten. Sie gilt seit der Regotisierung unter Goeorg Petzold (1864) als eines der "reinsten" gotischen Bauwerke (mit etlichen neugotischen Ergänzungen) in der Stadt Salzburg. Zu diesen späteren Ergänzungen zählen auch die Glasfenster. Der Altar ist ebenfalls neugotisch, er besitzt eine (leicht neugotisch überarbeitete) gotische Madonna und vier alte gotische Reliefszenen: Verkündigung Mariens, Geburt Christi, Anbetung der Könige, Tod Mariens.

Die Grabdenkmäler stammen aus der Zeit des 15. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Vom Salzburger Hofmaler Kaspar Memberger stammt das Holzepitaph an der linken Wand für den Sekretär des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau, Augustin Tondio († 1596). Weiters gibt es einen großen Stein mit der lebensgroßen Figur des Ritters Virgil Uiberacker († 1532), eines Relief für Elisabeth Kuen aus dem Jahr 1606 und ein eigenartiges Denkmal für H. Chr. Portenschlager von 1687.

Die Margarethenkapelle steht gemeinsam mit allen anderen Bauwerken des Klosterbezirkes von St. Peter unter Denkmalschutz.

Kunstdiebstahl

Ein bis heute ungeklärter Kriminalfall ereignete sich 1943 im Friedhof von St. Peter in Salzburg. Damals wurden drei spätgotische Figuren aus Sandstein gestohlen, die sich ursprünglich am Tympanon der Margarethenkapelle befanden. Es handelt sich um Christus sowie die beiden Heiligen Maria und Johannes. Die drei vermissten Statuetten wurden wenige Jahre nach Einweihung der Margarethenkapelle, 1492, geschaffen. [1]

Bildergalerie

Quelle

Einzelnachweise