Sperber

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Sperberweibchen auf einem Balkon mitten in Schüttdorf, wo es an der dort befindlichen Singvogel-Futterstelle auf Beute lauerte.
Sperberweibchen, Portrait

Der Sperber (Accipiter nisus), ein einheimischer Brutvogel, ist ein Greifvogel der Gruppe der Habichte (Accipiter).

Beschreibung

Männchen weisen eine Körperlänge von 29–34 cm, Weibchen eine von 35–41 cm auf. Der Sperber ist somit ein kleiner Greifvogel mit kurzen stumpfen Flügeln und langem Schwanz. (Der Schwanz ist immer länger als die Flügelbreite und mit mehr oder weniger deutlichen vier bis fünf Querbändern gezeichnet.) Mantel- und Schulterfedern haben weiße Zentren, die bei locker getragenem Gefieder auffallende Fleckenreihen bilden. Die Männchen sind kleiner als die Weibchen, ihre Wangen erscheinen rostrot, Brust und Bauch sind im Gegensatz zu den graubraun gefärbten der Weibchen in der Regel rostrot gebändert.

Sperber fliegen bei ihren Überraschungsabgriffen auf potentielle Beute oft recht niedrig über dem Boden und meiden im Gegensatz zu vielen Habichten Siedlungen und Gärten nicht. Sie finden ihre Beute – meist Kleinvögel – in erster Linie im Bereich von Hecken, Waldlichtungen oder am Rand von Siedlungen. Sperber wurden aber auch schon dabei beobachtet, wie sie mitten in Siedlungen wie Schüttdorf an Singvogelfutterstellen auf Beute lauern.

Sperber legen ihren Horst bevorzugt in Nadelwäldern mit günstigen Zu- und Abflugs-Möglichkeiten an, wobei der Horst meist zwischen sechs und zwölf Metern Höhe zu suchen ist. Der Horst wird jährlich neu gebaut.

Brutverbreitung in Salzburg

Der Sperber hält sich im Bundesland Salzburg das ganze Jahr über auf. Neben dem Mäusebussard zählt der Sperber zu den häufigsten Greifvögeln Europas. Er ist im gesamten Bundesland – von den Niederungen bis hinauf zur Waldgrenze – anzutreffen. Bis 2012 gelang der höchstgelegene Horstfund auf 1420 m im Bundschuhgebiet im Lungau. Der Salzburger Brutbestand wird auf rund 500 bis 800 Brutpaare geschätzt.

Ringmeldung

Es macht Sinn, beim Beobachten von Vögeln oder bei der Auffindung von toten Vögeln auch einen Blick auf eine eventuelle Beringung zu werfen. Ringfunde können jederzeit nach Radolfzell[1] gemeldet werden und sind ein aktiver Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung und zum Schutz der Vögel Europas. Wer einen Ringfund meldet, erhält nachfolgend einen Lebenslauf des betreffenden Vogels, was sehr interessant sein kann.

Quellen

Einzelnachweis