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Tauernhaus Schaidberg

Das Tauernhaus Schaidberg war das zweite Tauernhaus im Passbereich des Radstädter Tauern auf der Lungauer Seite.

Geschichte

In einer Urkunde aus 1517 werden zween Wirten am Tauern erwähnt (das zweite "Wirtshaus" ist das Tauernhaus Wisenegg). Man nimmt an, dass dieses Tauern der Stammsitz einer in Radstadt angesehenen Bürgersfamilie war, die Schaidberger.

Conrad Schaidberger war im 16. Jahrhundert Bürgermeister von Radstadt.

Eine Urkunde von 1536 berichtet dann bereits von einer Taferne am Schaidberg. Der nächste genannte Tauernhauswirt war ein Georgius Aschauer (1541), dem Stoff Unterberger, Ehrystanus Prembstaller folgten. 1629 übernahmen die Wisenegger (siehe Wolf Wisenegger) das Tauernhaus.

Im Ersten Weltkrieg wurde das Tauernhaus aufgelöst. Das Postanwesen aus Tweng scheint dann 1924 als neuer Besitzer auf. 1932 brannte das Tauernhaus ab und der damalige Besitzer, Sandbichler, Postwirt aus Tweng, hatte keine finanziellen Mittel zum Wiederaufbau. Ein Salzburger Rechtsanwalt, Dr. Viktor Wimmer, und Franz Wirnsperger (der der frühere Pächter von Sandbichler war) kauften die Brandruine. Wirnsperger führte das neue Hotel und erweitete es um eine Skischule. 1959 ging der Besitz in das Eigentum des aus der Ramsau am Dachstein stammenden Hans Steiner über. Und schließlich 1965 erwarb es der Salzburger Ludwig Kaltner vom heutigen Young Austria, damals noch Salzburger Jugendferienwerk.

Erwähnenswert

Unterhalb vom Tauernhaus Schaidegg hatten die Römer einen Steinbruch, vom dem die Meilensteine und Gedenktafeln an der Römerstraße in alpe stammten.

Quelle

  • Obertauern einst und jetzt, Herausgeber und Verleger: Liftgemeinschaft Obertauern, 1994, Salzburger Druckerei