Thomas Fieglmüller

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Thomas Fieglmüller (* 1947 in Wien) war einen Sommer lang Einsiedler auf dem Palfen in Saalfelden am Steinernen Meer.

Leben

Nachdem sein Vorgänger Raimund von der Thannen nach 14 Sommern am Palfen 2015 seinen Abschied verkündete, wurde Thomas Fieglmüller am 23. April 2016 vom Saalfeldner Pfarrer Roland Rasser als neuer Eremit installiert.

Fieglmüller ist in Wien-Simmering aufgewachsen und lernte im Hotel Imperial Koch und Kellner. Später holte er die Matura nach, trat ins Priesterseminar ein und absolvierte das Studium der Philosophie und Theologie. 1977 wurde er von Kardinal König zum Priester geweiht. Fieglmüller arbeitete dann in verschiedenen Pfarren und Schulen und auch im ORF. Ab 1981 war er über 11 Jahre lang als Gefängnisseelsorger tätig. Im Zuge der Missbrauchsaffäre um Kardinal Hans Hermann Groër trat er aus dem Kirchendienst aus. Er studierte in der Folge Gesang und Psychologie und führte in den letzten Jahren ein gut gehende Praxis für Psychotherapie und war Lehrbeauftragter an einer Pädagogischen Hochschule für Persönlichkeitsentwicklung und Konfliktmanagement. Außerdem veröffentlichte er zwei Gedichtbände.

Nachdem während seines ersten Sommers am Palfen aber bereits Kritik - vor allem aus rechtskatholischen Kreisen - laut wurde, unter anderem trage er keinen Bart und keine Kutte, entschied sich Fieglmüller Anfang 2017 seine Position wieder zur Verfügung zu stellen.

Publikationen

  • Herbstsicht. Gedichte (2012)
  • Hört nicht auf. Lyrik (2013)
  • Verwundete Wurzel. Lyrik (2017)

Quelle